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Atommüll: Gorleben offenbar ungeeignet

07.02.2011 | Energienachrichten

Aus einem bislang unveröffentlichten Gutachten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) geht hervor, dass der für die Endlagerung hochradioaktiven Atommülls vorgesehene Bereich im Salzstock Gorleben offenbar komplett von Gaseinschlüssen durchzogen ist. Das Gutachten der BGR fungiert als Grundlage für die vom Bundesumweltministerium initiierte "Vorläufige Sicherheitsanalyse", mit der die Eignung des Salzstocks als Endlager nachgewiesen werden soll. Im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace wurden die Berichte aktuell ausgewertet.

Ein von Greenpeace befragter Wissenschaftler kommt aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse zu dem Schluss, dass eine sichere Lagerung von Atommüll in Gorleben unmöglich sei. Der Salzstock erfülle keine notwendige Barrierefunktion gegenüber der Umwelt. Anlässlich dessen ruft Greenpeace erneut Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf, die Endlagerpläne in Gorleben aufzugeben. Mathias Edler, Atomexperte bei Greenpeace: "Welche Beweise braucht Röttgen noch, um zu erkennen, dass er Gorleben als Endlager aufgeben muss? Die internen Analysen belegen: Es gab in der Vergangenheit Wege für das Gas in den Salzstock und damit kann es auch in Zukunft über diese Risse und Klüfte zu Wanderungen von Gas, Wasser oder Radionukliden kommen." Der Salzstock Gorleben befindet sich über dem größten, zusammenhängenden Erdgasvorkommen der Bundesrepublik.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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