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Förderjubiläum auf Deutschlands größtem Ölfeld

26.10.2010 | Energienachrichten

Neuer Meilenstein in der Erschließung des Ölfeldes Mittelplate vor der schleswig-holsteinischen Westküste: Am 23. Oktober 2010 wurde die 25-millionste Tonne Öl aus der Lagerstätte gefördert. Seit Oktober 1987 erschließen die RWE Dea AG als Betriebsführer und die Wintershall Holding GmbH als beteiligter Partner das bedeutendste deutsche Erdölvorkommen. Noch bis zu weitere 25 Millionen Tonnen Öl - und damit ein vergleichbares Volumen - gelten nach heutigen Kriterien zukünftig noch als technisch und wirtschaftlich gewinnbar.

"Mit der langjährig erfolgreichen und sicheren Produktion aus dem Erdölfeld Mittelplate leisten wir einen eigenen Beitrag für die sichere Versorgung aus heimischen Quellen", zeigt sich Thomas Rappuhn, Vorsitzender des Vorstands der RWE Dea AG, erfreut über das Förderjubiläum. Das Ölfeld Mittelplate beherbergt über 50 Prozent der nationalen Ölreserven. Da der klassische Primärenergieträger Erdöl voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten noch ein unverzichtbarer Bestandteil des Energie-Mixes sein wird, sollten inländische Reserven bestmöglich genutzt werden, so Rappuhn.

Die Lagerstätte Mittelplate wird sowohl von der gleichnamigen Bohr- und Produktionsinsel als auch von Land aus erschlossen. Die jährliche Fördermenge konnte von Beginn an kontinuierlich gesteigert werden und fiel dann aufgrund der natürlichen Ausförderung des Feldes etwas ab. Derzeit beläuft sie sich auf rund 1,4 Millionen Tonnen Öl. Von der Größenordnung her entspricht diese Menge beispielsweise Importen aus Ländern wie Saudi-Arabien (2009: 1,4 Millionen Tonnen).

Bei einem aufgrund der langjährigen Förderung zu erwartenden natürlichen Rückgang des Jahresfördervolumens ist davon auszugehen, dass aus der Lagerstätte noch über einen langen Zeitraum Öl gefördert werden kann. In den vergangenen 23 Jahren wurden insgesamt rund 900 Millionen Euro in das Projekt Mittelplate investiert, der Großteil davon in technische Innovationen, die Pipeline-Anbindung der Insel an die Aufbereitungsanlagen an Land sowie in das beispielhafte Sicherheitskonzept.

© 2010 GasAuskunft

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft


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