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Branche rechtfertigt steigende EEG-Umlage

18.10.2010 | Energienachrichten

Der Betrag, mit dem die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern (EEG-Umlage), wird im kommenden Jahr auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen. Jedoch weist der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Dietmar Schütz, darauf hin, dass eine reine Kostenbetrachtung keine Grundlage für eine seriöse Bewertung der regenerativen Energieträger darstellt: "Jeder Euro, der in den Ausbau der Erneuerbaren investiert wird, bringt schon heute einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen."

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann: "Es ist außerdem ein Irrglaube, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen, wenn der Ausbau der Erneuerbaren gestoppt würde. Dann müsste in konventionelle Kraftwerke investiert werden, die zudem versteckte Kosten in Milliardenhöhe produzieren würden." Versteckte Kosten sind Kosten für Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Materialschäden, die durch die Verwendung fossiler und atomarer Brennstoffe entstehen, im Preis dieser Technologien aber nicht enthalten sind. "Die Erneuerbaren haben allein im Jahr 2009 im Stromsektor versteckte Kosten in Höhe von 5,7 Milliarden Euro vermieden. Auch haben sie in diesem Bereich Brennstoffimporte im Wert von 2,2 Milliarden Euro überflüssig gemacht. Dieses Geld wurde also nicht für Import-Öl aus dem Golf von Mexiko oder für Gas aus Russland ausgegeben, sondern steht für Wertschöpfung der heimischen Industrie und des lokalen Handwerks zur Verfügung", so Klusmann.

Der deutliche Anstieg der monatlichen Stromrechnung in den letzten Jahren sei zudem keinesfalls durch die Förderung erneuerbarer Energien getrieben. "In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der monatliche Beitrag mit dem ein durchschnittlicher Haushalt den Ausbau der Erneuerbaren fördert, um rund fünf Euro an. Die monatliche Stromrechnung hingegen stieg im gleichen Zeitraum um etwa 30 Euro, also um das Sechsfache", stellt BEE-Präsident Schütz klar.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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