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Energiekonzept vernachlässigt Kraft-Wärme-Kopplung

07.10.2010 | Energienachrichten

Das neue Energiekonzept des Bundes stellt aus Sicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. das eigene Ziel der Bundesregierung, den Stromanteil aus der klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis 2020 auf 25 Prozent zu verdoppeln, in Frage. ASUE-Vorstandsmitglied Paolo Conti, Sprecher der Geschäftsführung der GasVersorgung Süddeutschland, betont, dass sich im Energiekonzept der KWK-Ausbau nicht ausreichend wiederfinde.

"Es muss nachgebessert werden. Wer die angekündigten Klimaschutzziele erreichen will, muss das Effizienzpotential der Kraft-Wärme-Kopplung nutzen. Mit innovativen, energiesparenden Technologien wie kleinen, dezentralen KWK-Anlagen lässt sich gerade im Gebäudebereich die Klimabilanz verbessern. Dafür muss die Bundesregierung nun die Weichen stellen", so Conti.

Wenn es nach dem Energiekonzept des Bundes geht, sollen die Treibhausgasemissionen und zugleich der Gebäudewärmebedarf in Deutschland bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden. Experten beurteilen dieses Ziel mit großer Skepsis, weil es nur zu erreichen ist, wenn die Gebäudesanierungsrate von etwa einem auf gut zwei Prozent pro Jahr verdoppelt wird. Ein Schlüssel zum Erfolg kann der Austausch bisheriger Heizungsanlagen durch moderne Technologien sein. Dadurch könnten in Deutschland schnell über 10 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Hier bietet sich die Chance, mit besonders effizienten "Strom erzeugenden Heizungen" nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren. Mit diesem praxisnahen Ansatz ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden. Dezentrale KWK-Anlagen könnten zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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