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Hohes Sparpotenzial bei Kältetechnik

07.12.2010 | Energienachrichten

15 Prozent des gesamten Elektroenergiebedarfs in Deutschland werden für Kühlen und Klimatisieren benötigt. Die über 120 Millionen deutschen Kühlsysteme stoßen Jahr für Jahr über 70 Millionen Tonnen CO2 aus. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht unter anderem vor, 20 Prozent an Primärenergie bzw. 10 Prozent an Elektroenergie bis 2020 einzusparen. Das ist erforderlich, um die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Innovationen im Bereich Kälte lohnen sich besonders: Experten gehen von bis zu 60 Prozent Energieeinsparpotenzial aus, im Mittel sind es noch immer 35 Prozent. Dementsprechend hoch sind die Einsparungen bei den Energiekosten. Um zusätzliche Anreize für technische Innovationen mit besonders hohem Potenzial für die Minderung der indirekten und direkten Emission von Treibhausgasen in diesem Bereich zu geben und diese bekannt zu machen, schreibt das Bundesumweltministerium zum dritten Mal den "Deutschen Kältepreis" aus. Neun Förderpreise mit Preisgeldern von insgesamt 52.500 Euro werden in den Kategorien "Klimafreundliche Klimatisierung eines Gewerbegebäudes", "Klimafreundlicher Einsatz von Kältemaschinen in der Lebensmittelproduktion" und "Klimafreundliche Sonderanwendungen" vergeben.

Neben dem Wettbewerb engagiert sich das Bundesumweltministerium im Bereich Kältetechnik auch mit einem Förderprogramm. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative werden bereits seit 2008 Beratungen und Investitionen in gewerbliche Kälteanlagen gefördert. Nach ersten Evaluierungen wird mit den geförderten Maßnahmen eine Energieeinsparung von 40 Prozent erreicht. Da gleichzeitig auch der bei Großverbrauchern kostenpflichtige Spitzenlastbedarf gesenkt wird, ist die gesamte Kosteneinsparung noch höher.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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