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Strom aus Biomüll

12.07.2010 | Energienachrichten

Kartoffelschalen, Salatstrünke und Speisereste - was gemeinhin in die Biotonne wandert, wird vielerorts bereits in kleinen Kraftwerken zu Energie. Und der Markt für diese Art der Stromgewinnung wächst, in Deutschland wie in Europa. Bioabfälle können verstromt werden - und die Technologie ist recht einfach: Alles, was in der Biotonne landet, wird in einem geschlossenen Raum zum Gären gebracht. Dadurch entsteht Gas, das in kleinen, dezentralen Kraftwerken in Strom umgewandelt wird.

In Bayern werden bereits fünf Biomüll-Kraftwerke betrieben. Eines davon arbeitet seit zwei Jahren in München und deckt den Strombedarf von 1900 Haushalten ab. Im Ennepe-Ruhr-Kreis soll noch in diesem Sommer eine Entscheidung zum Bau eines Biomüll-Kraftwerks fallen, das 30 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen könnte. Beispiele, die den Trend bestätigen, dass die Verstromung von Biomüll zukunftsfähig ist. Das besagt auch eine Studie von Frost & Sullivan: Der Frankfurter Unternehmensberatung zufolge wird der Markt für Energie aus organischem Abfall in Europa bis 2016 auf 3,6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Der deutsche Markt machte bereits im Jahr 2009 mehr als drei Viertel des europäischen Gesamtmarkts aus und erwirtschaftete über 998 Millionen US-Dollar. Begünstigt haben dieses Wachstum staatliche Maßnahmen sowie die Unterstützung der Banken. Solche Maßnahmen werden nun auch in anderen europäischen Ländern wie Italien eingeführt.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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