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Stromautobahnen: Netzbetreiber vermissen Rückhalt der Politik

21.11.2014 | Energienachrichten

Angesichts der weit verbreiteten Bürgerproteste gegen den Bau neuer Stromautobahnen für die Energiewende hat der Netzbetreiber Tennet, dessen Übertragungsleitungen auf einer Nord-Süd-Achse zwischen Bayern und Schleswig-Holstein verlaufen, mangelnden Rückhalt seitens der Politik beklagt. "Wir haben doch nicht den Finger gehoben und gesagt: Wir wollen jetzt mal SuedLink bauen", so Tennet-Geschäftsführer Lex Hartman im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Der Bau der Leitung sei ein "gesetzlicher Auftrag".

Die SuedLink-Leitung soll ab dem Jahr 2022 Windstrom von den Küstenregionen nach Süddeutschland transportieren. Sowohl Bund als auch Länder hatten den Bedarf der Trasse im vergangenen Jahr bestätigt. Zuletzt jedoch hatte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer die Notwendigkeit der geplanten Stromautobahn in Zweifel gezogen und den Netzbetreibern vorgeworfen, neue Leitungen in erster Linie aus Profitgier bauen zu wollen. Mit Blick auf Seehofers Vorwurf äußerte Hartman gegenüber Capital, Tennet habe "keinen Mangel an Projekten". Die SuedLink-Leitung sei allerdings "wesentlich für die Versorgung Bayerns".

Der Tennet-Geschäftsführer kritisiert, dass die Politik mit derartigen Aussagen den Versuch der Netzbetreiber sabotiere, durch Bürgerbeteiligung mehr Akzeptanz für den Netzausbau zu schaffen. "Dass diese Diskussion nicht akzeptanzfördernd ist, ist doch klar", so Hartman, der ergänzt: "Für die Energiewende werben muss die Politik."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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