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Wasserkraft: Ökologische Innovation

17.06.2010 | Energienachrichten

Weltweit werden knapp 18 Prozent der erneuerbaren Energie mithilfe von Wasserkraft erzeugt. Doch Talsperren und Staumauern führen auch zu Beeinträchtigungen für Mensch, Tier und Umwelt. Jetzt hat das rheinland-pfälzische Unternehmen KSB AG eine Lösung erprobt: eine Flussturbine, die die Strömungskraft von Flüssen nutzt, ohne in das Ökosystem des Gewässers einzugreifen.

Die Ingenieure der KSB AG haben bei der Entwicklung der Turbine folgendes Prinzip angewandt: Ändert man die Strömungsrichtung, kann eine Pumpe als Turbine genutzt werden und umgekehrt. Das bedeutet: Strömt man den Propeller einer Pumpe rückwärts an, beginnt er sich zu drehen und aus der Pumpe ist eine Turbine geworden. Der Motor wird als Generator betrieben und die Pumpe erzeugt Strom. Seit März 2010 liegt der erste Prototyp in einem Seitenarm des Rheins bei St. Goar und nutzt die Kraft der Wasserströmung. So kann die sieben Meter lange Flussturbine Strom aus Wasserkraft ohne Staumauern produzieren. An der Wasseroberfläche sind nur Bojen zu sehen, um die Turbine zu orten. Erste Tests haben ergeben, dass die Turbine nicht in das Ökosystem des Flusses eingreift, also beispielsweise die Wanderbewegungen von Fischen nicht stört.

Die Ingenieure der KSB AG gehen davon aus, dass ihre Innovation die Nutzung von Wasserkraft revolutionieren könnte. Im Sommer beginnt der Testbetrieb mit einem ehrgeizigen Ziel: Eine einzige Flussturbine soll schon bald die Strömungsenergie des Rheins in Strom für zehn Haushalte umwandeln.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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