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Bonner Klimakonferenz ergebnislos

15.06.2010 | Energienachrichten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im nahezu ergebnislosen Ausgang der zweiwöchigen Bonner Klimaverhandlungen eine Missachtung von Notwendigkeiten zum Schutz des Klimas. Mit Verweis auf die USA, die nicht zu den Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Klimaschutzabkommens gehören, hätten sich die Industriestaaten erneut vor verbindlichen und ausreichenden Zusagen zur Minderung der CO2-Emissionen gedrückt. Wenn die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls 2012 auslaufe, werde es nach bisherigem Verhandlungsstand für die Zeit danach keine neuen globalen CO2-Minderungsziele geben.

Die Industriestaaten hätten zwar die Minderung ihrer gemeinsamen CO2-Emissionen um bis zu 18 Prozent angekündigt, dies seien jedoch lediglich Absichtserklärungen, die ein verbindliches internationales Klimaschutzabkommen nicht ersetzen könnten. Hinzu komme, dass auch diese angekündigten Ziele die globalen Emissionen kaum senken würden. Sollten Schlupflöcher wie das Anrechnen von Wäldern als CO2-Senken oder der Verkauf ungenutzter Emissionsrechte aus der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls nicht geschlossen werden, könnte am Ende der zweiten Geltungsperiode sogar ein Anwachsen der Klimagas-Emissionen stehen.

Antje von Broock, Expertin für internationale Klimapolitik beim BUND: "Die Industriestaaten spielen ein hochriskantes Spiel, wenn sie verbindliche Klimaschutzzusagen immer wieder verschieben. Bis zum nächsten Weltklimagipfel Anfang Dezember im mexikanischen Cancun gibt es nur noch zwei Wochen für Verhandlungen. Leider wird es zunehmend unwahrscheinlich, dass in Mexiko ein unterschriftsreifes Kyoto-Anschlussabkommen vorliegt."

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© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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