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Solarboom vs. Förderstopp

09.06.2010 | Energienachrichten

Für 2010 rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit einem Photovoltaik-Marktwachstum im In- und Ausland von mindestens 50 Prozent. 2009 hatte sich der Markt für Solarstromanlagen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr bereits verdoppelt. Teile der deutschen Solarbranche bangen trotz dieser guten Wachstumschancen um ihre Zukunftsaussichten für den Fall, dass die Solarstromförderung in den nächsten Jahren zu stark gekürzt wird. Diese Einschätzung wird vom Bundesrat geteilt, der in Übereinstimmung mit der Solarbranche aktuell Nachbesserungen in der laufenden EEG-Novelle verlangt. Die Bundesregierung will die Solarstromförderung in den nächsten zwei Jahren um bis zu 42 Prozentpunkte senken, allein in diesem Sommer soll sie um 16 Prozent fallen.

Um sich im Wettbewerb zu behaupten, plant die in Deutschland produzierende Branche allein im Inland in den nächsten vier Jahren Investitionen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro. Damit werden modernste Solarfabriken gebaut und die Forschung und Entwicklung voran getrieben. Spätestens 2013 wird Solarstrom vom eigenen Hausdach nach Einschätzung des BSW-Solar bereits das Preisniveau konventioneller Verbraucherstromtarife erreichen.

Zugleich appelliert der BSW-Solar an die Politik, die Mittel des Marktanreizprogramms für die erneuerbare Wärme schnellstmöglich zu entsperren. Der Förderstopp für erneuerbare Energien im Wärmebereich hat zu einem massiven Markteinbruch für Solarwärmeanlagen geführt. Allein im Mai brach die Nachfrage nach Solarkollektoren durch das Einfrieren der Fördermittel um 33 Prozent ein. Ohne den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energie im Wärmesektor sei die Umsetzung der EU-Vorgaben im Klimaschutz allerdings nicht umsetzbar.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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