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Ökostromanbieter contra Handelskammer

04.06.2010 | Energienachrichten

Gegen einen Pro-Atom-Kurs des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) will sich der Ökostromanbieter Greenpeace Energy mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren. Hintergrund ist ein Papier des Umweltausschusses in der DIHK, das im "Gesamtinteresse der Wirtschaft" längere Laufzeiten für Atomkraftwerke fordert.

Neben längeren AKW-Laufzeiten fordert der DIHK-Umweltausschuss weitere energiepolitische Maßnahmen, die einer Energiewende und dem Aufbau einer umweltfreundlichen Stromversorgung massiv entgegenstehen. So solle die Bundesregierung für die Akzeptanz neuer Kohlekraftwerke werben und keine Vorgaben machen, die zu Einsparungen beim Energie- und Stromverbrauch führen würden. Investitionen in erneuerbare Energien sollen begrenzt und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Prüfstand gestellt werden. "Diese Forderungen sind völlig unverantwortlich", sagt Greenpeace Energy-Vorstand Robert Werner, "und die Behauptung, dass solche Forderungen auch noch im Namen der gesamten deutschen Wirtschaft gestellt werden, ist eine unverfrorene Frechheit, die wir nicht hinnehmen werden."

Greenpeace Energy hat der Handelskammer am Unternehmenssitz Hamburg eine entsprechende Protestnote zukommen lassen. Außerdem schrieb die Energie-Genossenschaft ihre Gewerbekunden an, die ebenfalls Mitglied in einer Industrie- und Handelskammer sind. Der Brief fordert die Unternehmen auf, sich dem Protest gegen einen Pro-Atom-Kurs der DIHK anzuschließen. Als zweitgrößter unabhängiger bundesweiter Ökostromanbieter Deutschlands versorgt Greenpeace Energy rund 95.000 Kunden, darunter 6.000 Gewerbekunden.

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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