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Greenpeace prüft Gorleben-Klage

18.03.2010 | Energienachrichten

Die Umweltorganisation Greenpeace prüft gemeinsam mit der regionalen Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, juristisch gegen den weiteren Ausbau des geplanten Atommüll-Endlagers im Salzstock Gorleben vorzugehen. Bundesumweltminister Röttgen plant, den Salzstock auf Basis des Rahmenbetriebsplans von 1983 zu erkunden, obwohl es eine Neufassung des Bergrechts von 1990 gibt. Das verstößt nach Ansicht der Umweltverbände gegen geltendes Recht. Greenpeace fordert die sofortige Aufgabe des Standortes Gorleben und eine neue ergebnisoffene Endlagersuche nach Atomrecht.

"Der Rahmenbetriebsplan von 1983 ist vollkommen überholt. Röttgens Endlagerpolitik ist buchstäblich ein Rückfall in die Atommauscheleien der 1980er Jahre unter Kohl", erklärt Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler. Atommüllarten und -mengen haben sich seit 1983 gravierend geändert, ebenso die Einlagerungskonzepte. Die Frage nach der besseren Eignung von anderen Wirtsgesteinen ist dabei bis heute ungeklärt.

Seitdem Gorleben 1977 zum Endlagerstandort auserkoren worden ist, sind 91 Castorbehälter mit hochradioaktiven Abfällen dorthin gebracht worden und stehen in einem Zwischenlager direkt über dem Salzstock. Edler: "Ob das legal ist, darüber werden wohl deutsche Gerichte entscheiden müssen".

© 2010 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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