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Studie: Heizung geht vor Dämmung

27.11.2009 | Energienachrichten

Wie können Verbraucher bei der energetischen Sanierung mit möglichst geringen Investitionen ihre Heizkosten senken und das Klima schonen? Mit dieser Frage befasst sich die Studie "IEU-Modernisierungskompass", die die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) aktuell vorgelegt hat. "Unsere Studie vergleicht zum ersten Mal bauliche und anlagenseitige Modernisierungsmaßnahmen und ist damit eine wichtige Hilfestellung für Investitionsentscheidungen", erklärt Bernhard Funk, Sprecher der IEU.

Das zentrale Ergebnis der Studie lautet: Kesseltausch geht vor Dämmung - sowohl mit Blick auf die Anschaffungskosten als auch hinsichtlich des CO2-Einsparpotenzials. "Günstiger als mit Erdgas-Brennwerttechnik können Hausbesitzer Kohlendioxid nicht einsparen", so Funk. Zum Vergleich: Bei einer Dämmung müssen Hauseigentümer im Schnitt 9,11 Euro investieren, um ein Kilogramm Kohlendioxid zu sparen. Das ist fast sechsmal so viel wie bei einem Heizungstausch. Bei Holzpelletanlagen sind die CO2-Minderungskosten ebenfalls relativ gering. Grund dafür ist die günstige CO2-Bilanz des Energieträgers Holz. Im Gegensatz zu Erdgas-Brennwertkesseln sind die Anschaffungskosten für Holzpelletanlagen jedoch deutlich höher.

Neben den ökologischen sprechen auch wirtschaftliche Vorteile für einen Anlagentausch. Denn eine Heizungsmodernisierung macht sich deutlich schneller bezahlt als eine bauliche Sanierung. Während sich die Gebäudedämmung erst nach rund 43 Jahren rechnet, sind die Kosten für den Tausch eines alten Öl-Standardkessels gegen eine neue Erdgas-Brennwertheizung bereits nach gut acht Jahren ausgeglichen. Wechselt der Hausbesitzer von einem Erdgas-Standardkessel zur modernen Brennwerttechnik, zahlen sich die Anschaffungskosten sogar nach weniger als fünf Jahren aus.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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