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Vattenfall: Rückzug aus der Lausitz scheint beschlossen

20.11.2014 | Energienachrichten

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber geht fest davon aus, dass sich der Energiekonzern Vattenfall vollends aus der Braunkohlesparte in der Lausitz zurückzieht. Es werde einen neuen Eigentümer geben, so der Minister im Interview mit dem Inforadio des Rundfunk Berlin- Brandenburg.

Gerber: "Wir haben natürlich ein hohes Interesse daran, dass ein Investor gefunden wird, der sich langfristig in der Braunkohle engagiert, der zur Energiepolitik in Deutschland steht. Und zu dieser Energiepolitik gehört, dass wir in der Energiewende die Braunkohle noch brauchen werden. Und das ist das Interesse des Landes in diesem Prozess." Der SPD-Politiker geht davon aus, dass der Rückzug Vattenfalls in den nächsten sechs bis neun Monaten vonstatten gehen wird.

Zugleich betonte Gerber im Interview, dass das Land keinen direkten Einfluss darauf habe, an wen Vattenfall verkaufe. "Ein Mitspracherecht im engeren Sinne gibt es nicht, aber wir haben in den letzten Jahren immer einen guten und fairen Kontakt mit Vattenfall gehabt. Das ist ein Unternehmen, das dem schwedischen Staat gehört und damit gibt es dort auch eine hohe soziale Verantwortung", so der Minister. Im Interesse Brandenburgs liege vor allem, dass Vattenfalls Braunkohlesparte als Ganzes verkauft werde. Gerber: "Nur so macht der Verkauf Sinn. Das Lausitzer Revier muss zusammenbleiben. Das ist, glaube ich, auch im Interesse von Vattenfall, weil sie damit ihrer Verantwortung, die sie für die Lausitz haben, gerecht werden können."

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Vattenfall

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