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Atomkraft in Glaubwürdigkeitskrise

08.09.2009 | Energienachrichten

Lediglich vier Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland glauben, dass längere AKW-Laufzeiten zu sinkenden Strompreisen führen. Ebenso wenige nehmen es den Energiekonzernen ab, dass es ihnen mit dem Ruf nach verlängerten Laufzeiten um den Klimaschutz gehe. Und nicht einmal jeder Fünfte glaubt, den AKW-Betreibern gehe es dabei um mehr Sicherheit bei der Stromversorgung. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu Beginn des Wahlmonats vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap unter 1000 wahlberechtigten Bundesbürgern durchführen ließ.

Mehr als drei Viertel der befragten Wahlberechtigten sind der Meinung, den Energiekonzernen gehe es mit ihrem Wunsch nach Laufzeitverlängerungen für die Atommeiler vor allem um steigende Gewinne. Dass die Energiekonzerne etwaige Zusatzgewinne für Klimaschutzmaßnahmen einsetzen, glaubt nicht einmal jeder zehnte Befragte.

"Das Märchen, längere Laufzeiten für die Atommeiler könnten die Strompreise niedrig halten, sollten die Wahlkampfmanager von FDP und Union und auch die Manager der Energiekonzerne ad acta legen. Es glaubt ihnen sowieso keiner", so der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. "Dieser Rosstäuscherei setzen die Wählerinnen und Wähler in Deutschland ihren gesunden Menschenverstand entgegen. Sie wissen, die Zusatzgewinne aus abgeschriebenen Atomkraftwerken sollen auf den Konten der Aktionäre landen. Und für eine sichere Energieversorgung und den Klimaschutz bringen Laufzeitverlängerungen ebenfalls keinerlei Vorteile."

Alle Ergebnisse der BUND-Umfrage finden Sie hier.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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