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Energiemarkt braucht Wettbewerb

10.08.2009 | Energienachrichten

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) sieht sich bestätigt in seiner Forderung nach mehr Wettbewerb auf Deutschlands Energiemärkten. Nach wie vor kontrollieren die vier Konzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW rund 80 Prozent der Kraftwerke. Zwei Konzerntöchter sowie ein dritter Anbieter importieren die überwiegende Menge des Erdgases. Zudem dominieren rund 700 Stadtwerke die Belieferung der Endkunden über ihre regionalen Monopole bei Verteilernetzen.

"Noch immer findet kein ernsthafter Wettbewerb auf Deutschlands Energiemärkten statt", kritisiert Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Diesen Zustand bemängelt auch die Monopolkommission in einem aktuellen Gutachten. "Die großen Konzerne müssen ihre Hochspannungsleitungen und Ferngasnetze jetzt möglichst schnell verkaufen oder ausgliedern", fordert Panitz. Das gelte auch für die Regionalnetze. Die Transport- und Verteilnetze seien die Engpässe für den Wettbewerb bei Strom und Gas, denn potenzielle Wettbewerber seien auf sie zur Durchleitung angewiesen.

EU-Vorschriften sehen den Verkauf bzw. die rechtliche Ausgliederung der Netze aus den Versorgungskonzernen ab Herbst 2010 vor. Der VEA fordert bereits seit Jahren die Entflechtung von Netzbetrieb und Vertrieb in Energiekonzernen. "In unseren Augen können nur die strikte eigentumsrechtliche Trennung oder sehr starke unabhängige Netzbetreiber eine effektive Entflechtung sichern", so VEA Vorstand Panitz.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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