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Streit um AKW Krümmel

08.07.2009

Die Diskussion um den jüngsten Störfall im Atomkraftwerk Krümmel wird zunehmend hitziger. Nachdem bereits Greenpeace die sofortige Abschaltung des Meilers gefordert hatte, äußern nun auch Vertreter aus verschiedenen politischen Lagern massive Kritik am Kraftwerksbetreiber Vattenfall.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel kündigte unlängst eine härtere Gangart bei der Atomaufsicht an. Die Entscheidung über die Zukunft des Reaktors wolle er künftig selbst treffen, so Gabriel. Ein Wiederanfahren des Reaktors werde nur nach vorheriger Zustimmung der Bundesaufsicht erfolgen. Gleichzeitig rief der Bundesumweltminister die Union zum Umdenken in der Atompolitik auf. Die jüngsten Vorfälle in Krümmel würden beweisen, dass eine Laufzeitverlängerung für ältere Kraftwerke unverantwortlich sei. Unionsfraktionschef Volker Kauder wies die Forderung Gabriels nach einem Kurswechsel jedoch zurück. Solange Kernkraftwerke sicher seien, sollten sie auch laufen können, so der CDU-Politiker. Gabriels Forderung führe nur zu einer weiteren Erhöhung der Strompreise.

Inzwischen haben Politiker von SPD und Grünen die Kunden des Energieversorgers und Krümmel-Betreibers Vattenfall dazu aufgerufen, den Stromanbieter zu wechseln. "Dieser Pannenkonzern muss spüren, dass man ihm nicht mehr vertraut", fordert die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast. Die Kunden von Vattenfall sollten den Atomausstieg vorziehen und zu einem Ökostromanbieter wechseln, so Künast. Ähnlich äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber. Wer das Verhalten Vattenfalls für inakzeptabel halte, könne zwischen Dutzenden anderer Stromanbieter wählen und dadurch Druck machen.

Vattenfall hat aktuell eingeräumt, dass der Panne vom vergangenen Samstag Versäumnisse des Unternehmens vorangegangen seien. Der bisherige Leiter des Atommeilers wurde von seinem Posten entbunden. Zudem kündigte der Konzern an, die beschädigten Transformatoren nicht zu reparieren, sondern durch neue zu ersetzen. Das AKW Krümmel werde deshalb nach jetzigem Stand zehn Monate vom Netz gehen.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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