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Erinnerung an Tschernobyl

24.04.2009 | Energienachrichten

Mit einer Projektion an die Schutzhülle um den verunglückten Atomreaktor von Tschernobyl hat Greenpeace in der Nacht zum Freitag an die Reaktorkatastrophe vor 23 Jahren erinnert. "Tschernobyl: Schon vergessen, Frau Merkel?" war auf der Außenwand zu lesen. Greenpeace fordert die Bundeskanzlerin auf, die Gefahr verheerender Reaktorunfälle ernst zu nehmen und sich gegen die Verlängerung von Laufzeiten der ältesten deutschen Atomkraftwerke auszusprechen.

Fünf Monate vor der Bundestagswahl zeigt sich die CDU in der Atomfrage innerlich zerstritten. Obwohl der Bundesparteitag im vergangenen Dezember den Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland ausgeschlossen hat, werben vereinzelte CDU-Politiker öffentlich dafür. "Alles spricht gegen Atomkraft. Sie ist gefährlich, zu teuer, sie verhindert neue Arbeitsplätze und blockiert den Klimaschutz", so Greenpeace-Experte Tobias Münchmeyer.

In Tschernobyl, 90 Kilometer nördlich der heutigen ukrainischen Hauptstadt Kiew, explodierte in der Nacht auf den 26. April 1986 Block 4 des Atomkraftwerks. Die Katastrophe forderte in den Folgejahren zehntausende Todesopfer, hunderttausende Kranke und die Vertreibung von über 300.000 Menschen aus ihrer Heimat. Radioaktive Strahlung breitete sich über weite Teile Europas aus und verursachte gesundheitliche Folgeschäden in vielen Ländern.

Eine Studie aus dem Jahr 1988 besagt, dass ein derartiger Super-GAU in Deutschland Kosten von bis zu 5.000 Milliarden Euro im Hinblick auf Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden verursachen würde. Abgesehen von den menschlichen Schicksalen übersteigt diese Summe den Bundeshaushalt um das Zehn- bis Zwanzigfache.

© 2009 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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