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Auslaufende Stromkonzessionen in über 1.000 Kommunen

01.03.2013 | Energienachrichten

Bis zum Jahr 2015 werden mehr als 1.000 Kommunen in Deutschland vor die Aufgabe gestellt, über auslaufende Stromkonzessionen neu zu entscheiden. Infolge der Energiewende sowie der jüngst massiv gestiegenen Strompreise werden die Stromkonzessionen vielerorts nicht neu vergeben. Stattdessen entscheiden sich zahlreiche Städte und Gemeinden dazu, die Bevölkerung wieder über ein kommunales Netz mit Energie zu versorgen.

"Die Faktoren einer solchen Re-Kommunalisierung sind jedoch enorm komplex", warnt Stephan Gamm, Energieexperte der Unternehmensberatung PUTZ & PARTNER. "Das beginnt bereits mit der Aufgabe, das Stromnetz aus dem Verteilnetz des bisherigen Konzessionsnehmers herauszulösen und die Funktionsfähigkeit auf kommunaler Ebene wieder herzustellen. Unsere Analyse hat gezeigt, dass der durchschnittliche Zeitaufwand für eine solche Netzentflechtung zwischen knapp zwei Jahren und rund vier Jahren schwankt. Dabei belaufen sich die Kosten für die technische Realisierung zwischen mehreren Hunderttausend bis zu mehreren Millionen Euro. Das ist eine Bandbreite, die die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projekts insgesamt in Frage stellen kann."

Viele Gemeinden, so Gamm, würden die Risiken, die mit einer Stromversorgung in Eigenregie verbunden sind, unterschätzen. Den Entscheidern falle es im Vorfeld einer Re-Kommunalisierung der Stromnetze schwer, den Aufwand für die Durchführung praxisgerecht zu planen sowie Zeit und Kosten realistisch zu kalkulieren.

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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