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Altmaier: Energiewende könnte eine Billion Euro kosten

21.02.2013 | Energienachrichten

Laut neuester Einschätzungen von Bundesumweltminister Peter Altmaier könnten sich die Kosten für die deutsche Energiewende auf bis zu eine Billion Euro belaufen, sofern seitens der Politik nicht gegengesteuert werde. Altmaier verwies am gestrigen Mittwoch auf aktuelle Berechnungen seines Ministeriums bis zum Jahr 2040, die Förderverpflichtungen, Kosten für den Netzausbau sowie für Reservekraftwerke im Zuge des Atomausstiegs berücksichtigt hätten. "Ich will mit dieser Zahl die Notwendigkeit der Reform unterstreichen", rechtfertigte Altmaier seine Aussage und verwies auf das von ihm vorgeschlagene Konzept einer Strompreisbremse.

Die Opposition sowie Umwelt- und Branchenverbände warfen dem Minister als unmittelbare Reaktion unseriöse Panikmache vor. "Bei allem Verständnis für den Wahlkampfmodus des Bundesumweltministers - seine aktuellen Schätzungen über die Kosten der Energiewende entbehren jeglicher realen Grundlage. Anstatt die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen der Energiewende herauszustellen, befeuert Peter Altmaier mit seiner unehrlichen Argumentation eine Debatte, die ohnehin bereits eine bedenkliche Schieflage angenommen hat", kommentierte Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). "Fakt ist: Allein in den letzten fünf Jahren hat der Einsatz Erneuerbarer Energien Deutschland 43 Milliarden Euro an Ausgaben für fossile Brennstoffe erspart. Sie sind stattdessen als Investitionen in die hiesige Wirtschaftsentwicklung geflossen. Im gleichen Zeitraum haben die Erneuerbaren externe Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden in Höhe von rund 40 Milliarden Euro vermieden - Geld, welches am Ende nicht nur den Steuerzahlern zugutekommt, sondern auch den nachfolgenden Generationen."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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