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Forscher entwickeln quecksilberfreie Energiesparlampe

11.02.2013 | Energienachrichten

Energiesparlampen sind bei deutschen Verbrauchern nicht uneingeschränkt beliebt. Neben den Faktoren Preis und Lichtqualität hat vor allem die Diskussion um den Quecksilbergehalt der effizienten Leuchtmittel für viel Kritik gesorgt. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Fachhochschule Aachen haben nun den Prototypen einer neuen und quecksilberfreien Generation von Energiesparlampen entwickelt.

"Wir arbeiten seit zwei Jahren an diesem Durchbruch und haben dabei stark von den Fortschritten in der Handy- und Funkmasttechnik profitiert. Hier wurden preiswerte und starke Leistungsverstärker im Mikrowellenbereich entwickelt, die unsere Eintrittskarte in die neue Lampengeneration sind", so Dr. Rainer Kling vom KIT, der zuvor zehn Jahre Entwickler beim Leuchtmittelhersteller Osram war.

Für die neue Energiesparlampe hat das KIT-Team eine Reihe von Materialien getestet, bis die passende Kombination von metallhaltigen Verbindungen gefunden war, um das gefährliche Quecksilber ersetzen zu können. In einem ersten Prototyp waren bereits weniger als zehn Mikrogramm Quecksilber pro Lampe erforderlich, um etwa 840 Lumen Lichtstrom zu erzeugen. Dies entspricht einer herkömmlichen Glühlampe von 75 Watt Leistung. Inzwischen haben die Forscher einen Quecksilbergehalt erreicht, der unterhalb der Nachweisgrenze liegt.

Das Interesse der Lampenhersteller ist groß. "Wir hoffen, dass in einem Jahr schon erste Produkte auf dem Markt sein werden", so Rainer Kling. Die Preise sollen vergleichbar mit denen von Kompaktleuchtstofflampen sein, also je nach Leistung zwischen sechs und zehn Euro liegen. Weitere Vorteile der neuen Lampen sind ihre Langlebigkeit, Kompaktheit, kurze Startphase, angenehme Lichtfarbe und Dimmbarkeit.

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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