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Verbrauchertipp: Trotz Strompreisbremse Tarife vergleichen

Verbrauchertipp: Trotz Strompreisbremse Tarife vergleichen

02.12.2022 | Energienachrichten

Ab März 2023 wird die angekündigte Strompreisbremse die Stromkosten für Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen mit Wirkung zu Januar auf 40 Cent pro Kilowattstunde begrenzen - jedoch nur für einen sogenannten Basisverbrauch. Weil zahlreiche Versorger ihre Strompreise derzeit drastisch anheben, bleibt ein Tarifvergleich trotz Preisbremse in vielen Fällen ratsam.

Mitnahmeeffekte durch Strompreisbremse

Die im kommenden Jahr in Kraft tretende Strompreisbremse soll Verbraucher entlasten und zugleich zum Stromsparen motivieren. Deshalb gilt der Preisdeckel nicht in vollem Umfang, sondern für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Haushalte, die ihren Stromverbrauch nicht entsprechend senken, müssen für 20 Prozent also die kräftig gestiegenen Marktpreise bezahlen.

Darüber hinaus befürchten Verbraucherschützer im Fahrwasser der Strompreisbremse sogenannte Mitnahmeeffekte. Das heißt: Weil der Staat die Differenz zwischen den Marktpreisen und dem gedeckelten Preis trägt, könnten einzelne Versorger ihre Stromtarife zusätzlich anheben, um von der staatlichen Kompensation zu profitieren. Diese künstlich überhöhten Preise würden abseits des veranschlagten Basisverbrauchs aber auch auf die Stromkunden zurückfallen.

Die Politik hat bereits angekündigt, solche Mitnahmeeffekte unterbinden zu wollen. Allerdings erhöhen viele Stromanbieter ihre Preise zum Jahreswechsel gleich um 100 Prozent und mehr - darunter große örtliche Grundversorger wie RheinEnergie, MVV Energie, enviaM oder die Stadtwerke München.

Stromanbieterwechsel ist wieder attraktiv

Trotz der Rekordpreise gibt es zumindest eine gute Nachricht für Verbraucher: Der Stromanbieterwechsel lohnt sich wieder. StromAuskunft-Geschäftsführer Dr. Jörg Heidjann erklärt den aktuellen Trend: "Noch vor ein paar Wochen war es in fast ganz Deutschland so, dass die Grundversorgungstarife die günstigsten Tarife am Markt waren und es für Verbraucher keine attraktiven Wechseloptionen gab. Das hat sich durch die zahlreichen Preiserhöhungen der Grundversorger jetzt wieder geändert."

-> weitere Informationen dazu im Atlas für Strompreise

Auch die Bundesregierung verweist aktuell auf den trotz Preisbremse weiterhin bestehenden Wettbewerb am Strommarkt. Für Verbraucher, so heißt es aus der Koalition, sei es sinnvoll, einen Versorger mit fair kalkulierten Preisen zu wählen. Über den gedeckelten Basisverbrauch hinausgehend mache es einen großen Unterschied, ob ein Stromtarif bei 80, 60 oder 40 Cent pro Kilowattstunde liege.

Kunden verfügen bei Strompreiserhöhungen über ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Unser Tipp: Vergleichen Sie die aktuellen Strompreise und prüfen Sie gegebenenfalls einen Anbieterwechsel, um Ihre Kostenlast im kommenden Jahr zu mindern.

 

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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