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Strompreisbremse: So viel könnten Haushalte sparen

Strompreisbremse: So viel könnten Haushalte sparen

06.09.2022 | Energienachrichten

Die von der Bundesregierung im Zuge des neuen Entlastungspakets angekündigte Strompreisbremse könnte Haushalte möglicherweise im dreistelligen Bereich entlasten. Darauf lassen erste Kalkulationen - unter anderem aus dem Bundesjustizministerium - schließen.

Zufallsgewinne sollen Strompreise dämpfen

Durch das Abschöpfen sogenannter "Zufallsgewinne", die zahlreiche Energieerzeuger angesichts der gestiegenen Preise erzielen, will die Bundesregierung die geplante Strompreisbremse finanzieren. Infolge des am Strommarkt geltenden Merit-Order-Prinzips bestimmt stets der teuerste Energieträger das Kostenniveau - derzeit sind dies Gaskraftwerke. Demzufolge erzielen Betreiber von Wind- und Solarparks, aber auch von Kohle- und Kernkraftwerken derzeit übermäßige Gewinne. Diese sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig der Entlastung von Verbrauchern dienen und die Strompreise dämpfen.

Hierbei soll ein "Basisverbrauch" an Strom für Haushalte vergünstigt angeboten werden. Unklar ist noch, ob diese Deckelung für alle Haushalte gelten wird oder nur für solche mit geringem Einkommen. Das ließ das Bundeswirtschaftsministerium bisher offen. Auch steht noch nicht fest, wann die Strompreisbremse in Kraft tritt, da sich Deutschland darüber zunächst auf EU-Ebene abstimmen will.

Was bringt die Strompreisbremse genau?

Laut Vereinbarung der Regierungskoalition soll die Strompreisbremse für 75 Prozent des Durchschnittsverbrauchs von Haushalten gelten. Der Preis für diesen Basisverbrauch soll auf rund 30 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Zudem ist eine Reduzierung der Netzentgelte um zwei Cent pro Kilowattstunde vorgesehen.

Nach unseren Berechnungen würde ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden gegenüber dem aktuellen Strompreisniveau von knapp 40 Cent pro Kilowattstunde etwa 320 Euro sparen. In einem Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 2.000 Kilowattstunden läge die Ersparnis bei rund 180 Euro.

Der Ansatz der Strompreisbremse ist es, ausdrücklich nur den Basisverbrauch von Haushalten zu vergünstigen, nicht den gesamten Preis zu deckeln. Weil für den zusätzlichen Verbrauch weiterhin die hohen Marktpreise gelten, werden gezielt Anreize zum Stromsparen gesetzt.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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