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Gaspreise 2023: Verdreifachung der Abschläge droht

Gaspreise 2023: Verdreifachung der Abschläge droht

14.07.2022 | Energienachrichten

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, warnt aktuell vor einer Verdreifachung der Gaspreise für Haushalte in Deutschland. Spätestens 2023 müssten Gaskunden mit massiven Preisanstiegen rechnen.

Netzagentur-Chef appelliert an Verbraucher

"Bei denen, die jetzt ihre Heizkostenabrechnung bekommen, verdoppeln sich die Abschläge bereits - und da sind die Folgen des Ukraine-Krieges noch gar nicht berücksichtigt", so Müller gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ab 2023 müssen sich Gaskunden auf eine Verdreifachung der Abschläge einstellen, mindestens."

Die Menschen müssten jetzt technisch und finanziell vorsorgen, rät Müller und appelliert an die Verbraucher: "Erhöht freiwillig euren Abschlag oder legt jeden Monat etwas Geld zurück, etwa auf ein Sonderkonto. Redet mit eurem Vermieter oder einem Handwerker, wenn er noch verfügbar ist. Was kann man tun, um die Heizung zu optimieren?"

Haushalte bleiben bei Gasknappheit geschützt

Befürchtungen, dass Privathaushalte im Fall einer Gasmangellage doch nicht vorrangig versorgt werden könnten, weist Klaus Müller zurück: "Die deutsche und die europäische Rechtslage sehen vor, private Haushalte bis zum Ende zu schützen."

Ein Szenario, in dem kein Gas mehr in Privathaushalten ankommt, hält der Netzagentur-Chef für "nicht sehr wahrscheinlich". Müller: "Selbst im schlimmsten Szenario wird Deutschland weiter Gas bekommen aus Norwegen und von Terminals aus Belgien oder Holland, demnächst auch direkt von Terminals an der deutschen Küste."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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