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Russland drosselt Gaslieferung - Bundesbürger sollen Energie sparen

Russland drosselt Gaslieferung - Bundesbürger sollen Energie sparen

17.06.2022 | Energienachrichten

Seit Dienstag reduziert der russische Staatskonzern Gazprom die maximalen Gasliefermengen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 nach Deutschland - zunächst um 40, inzwischen um 60 Prozent. Als Grund führt Gazprom Verzögerungen bei Reparaturarbeiten an, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht hingegen keine technischen Ursachen, sondern politische.

Gaslieferungen nach Deutschland sinken auf 40 Prozent

Neben Deutschland berichten seit dem gestrigen Donnerstag auch Tschechien, die Slowakei und Österreich von reduzierten Gaslieferungen aus Russland. Bei der Drosselung sei "aktuell kein Ende in Sicht", ließ Gazprom verlauten, vielmehr könne der Gastransport durch Nord Stream 1 unter Umständen komplett stillgelegt werden.

Habeck ruft zum Energiesparen auf

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium heißt es, die Lage sei ernst, die Gasversorgung aber weiterhin gesichert. Man könne die benötigten Mengen am Markt beschaffen, wenn auch zu hohen Preisen.

Minister Habeck rief die Bundesbürger explizit auf, Energie zu sparen. Jede Kilowattstunde helfe. Auch die Bundesnetzagentur appelliert an die Verbraucher, "so viel Gas wie möglich einzusparen".

Debatte um Mindesttemperatur in Wohnungen

Die Netzagentur geht aktuell sogar noch einen Schritt weiter und fordert gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Vorgaben zur Mindesttemperatur in Wohnungen zu ändern.

Bei Gasmangel sollte die vorgeschriebene Mindesttemperatur in Wohnungen um bis zu sechs Grad Celsius abgesenkt werden, so der Branchenverband, auf eine maximale Untergrenze von 18 Grad tagsüber und 16 Grad nachts. Derzeit müssen Vermieter im Winter eine Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius gewährleisten.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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