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EU-Energieplan: Mehr grüne Energie für weniger Abhängigkeit von Russland

EU-Energieplan: Mehr grüne Energie für weniger Abhängigkeit von Russland

19.05.2022 | Energienachrichten

Die Europäische Union will unabhängiger werden von russischen Energieimporten und setzt auf einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien. Bis 2030 sollen dafür 300 Milliarden Euro investiert werden, verkündete EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am gestrigen Mittwoch.

300 Milliarden Euro für Europas Energiewende

Unter dem Schlagwort "RePowerEU" machte von der Leyen die energiepolitischen Ziele der EU für dieses Jahrzehnt deutlich: mehr Energie sparen, schneller auf regenerative Quellen umsteigen und kein Öl und Gas mehr von Russland kaufen müssen.

Beschleunigt werden soll Europas Energiewende auch durch verschärfte Zielsetzungen. So soll das EU-Energiesparziel für 2030 von bisher neun auf 13 Prozent erhöht werden. Außerdem soll der Anteil erneuerbarer Energien bis zum Ende des Jahrzehnts nicht, wie bisher geplant, auf 40 Prozent anwachsen, sondern auf 45 Prozent.

EU stellt Maßnahmen-Paket 2030 vor

Um die ambitionierten Energiewende-Ziele zu erreichen sollen unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • kürzere Genehmigungsverfahren für Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung
  • intensivere Nutzung von klimafreundlichem Wasserstoff
  • Investitionen in den Ausbau der Energienetze
  • finanzielle Unterstützung für EU-Staaten, die besonders abhängig sind von russischer Energie
  • Solardachpflicht für öffentliche und gewerbliche Neubauten ab 2025, für neue Privathäuser ab 2029

 

Massiver Ausbau der Nordsee-Windkraft

Parallel zur Verkünding der EU-Energiepläne haben sich die Nordsee-Anrainer Dänemark, Niederlande, Belgien und Deutschland darauf verständigt, ihre Offshore-Windkraftkapazitäten bis 2030 zu vervierfachen und bis 2050 sogar zu verzehnfachen.

Auf dem gestrigen Nordsee-Gipfel im dänischen Esbjerg wurde vereinbart, dass die Offshore-Leistung der vier Anrainer bis zum Ende des Jahrzehnts auf 65 Gigawatt und bis 2050 auf 150 Gigawatt ansteigen soll. Dafür will man partnerschaftliche Kooperationsprojekte entwickeln, die Windparks und Stromnetze für die gemeinsame Nutzung öffnen - auch im Hinblick auf die künftige Erzeugung und Verteilung von grünem Wasserstoff.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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