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Hohe Strompreise - Städte sparen bei der Straßenbeleuchtung

17.05.2022 | Energienachrichten

Wegen des anhaltend hohen Strompreisniveaus in Deutschland sparen erste Städte inzwischen bei der Straßenbeleuchtung. Laut Berichterstattung des Spiegels wollen die Kommunen ihre Energiekosten damit um mehrere Zehntausend Euro pro Jahr senken.

Kostenfaktor Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung macht bis zu 50 Prozent der Stromkosten von Städten und Gemeinden aus. Deshalb prüfen derzeit etliche Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet, inwiefern sich die Dauer oder Intensität der Beleuchtung reduzieren lässt. Angesichts der exorbitant hohen Strompreise sei dies "eine Idee im Bündel der möglichen Maßnahmen", zitiert der Spiegel einen Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Städte auf Sparkurs

Beispiel Weimar: Hier sollen die Straßenlaternen ab dem 1. Juni sowohl 30 Minuten später ein- als auch früher ausgeschaltet werden. In den Wintermonaten will die Stadtverwaltung die ursprüngliche Beleuchtungsdauer um jeweils zehn Minuten reduzieren. Auf diese Weise könne man pro Jahr zwischen 70.000 und 100.000 Kilowattstunden Strom und damit 30.000 bis 40.000 Euro einsparen, heißt es aus Weimar.

In Mainz wird die Beleuchtung selten genutzter Fuß- und Radwege zwischen 1:00 und 5:00 Uhr nachts schon jetzt um 50 Prozent reduziert. Die Stadtverwaltung plant außerdem die Umstellung auf eine "bedarfsorientierte" Straßenbeleuchtung. Hierbei werden die Laternen mit einer Sensorik ausgestattet, um nur dann in Betrieb zu gehen, wenn Fußgänger oder Radfahrer die Wege tatsächlich nutzen.

Einen anderen Weg gehen die Metropolen Dresden, Leipzig und Bremen. Weil man die Beleuchtungsdauer dort nicht zu Lasten der Verkehrssicherheit kürzen will, werden die Straßenlaternen stattdessen gedimmt. Dies spare bei konventionellen Leuchten bis zu 30 Prozent der Kosten ein, bei LED-Lampen sogar bis zu 50 Prozent, heißt es.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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