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Die Energiewende wird weltweit beschleunigt

Die Energiewende wird weltweit beschleunigt

04.05.2022 | Energienachrichten

Die Energiewende nimmt weltweit immer mehr Fahrt auf. Erneuerbare Energien und Dekarbonisierungstechnologien stehen im Mittelpunkt der allermeisten Investitionen im globalen Energiesektor. So lautet die Kernaussage der "Global Energy Perspective 2022", einer fortlaufenden Analyse der renommierten Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Prognose zur Entwicklung der globalen Energiewende

Für die vorliegende Studie hat McKinsey Daten und Fakten zu 55 Industriesektoren und über 70 Energieprodukten und -brennstoffen in 146 Ländern ausgewertet und unterschiedliche Technologiefortschritte und politische Rahmenbedingungen bis 2050 berücksichtigt. Wichtig: Die Berechnungen wurden vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine durchgeführt und spiegeln noch nicht dessen Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte wider. Die zentralen Aussagen der Studie lauten:

  • Erneuerbare Energien werden bis 2030 rund 50 Prozent und 2050 etwa 80 bis 90 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmachen.
  • Die globale Nachfrage nach Öl wird bereits 2025 ihren Höhepunkt erreichen, was vor allem auf die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zurückzuführen ist.
  • Die Nachfrage nach Kohle hat ihren Höhepunkt bereits 2020 erreicht.
  • Demgegenüber wird die globale Nachfrage nach Gas voraussichtlich noch mindestens weitere 10 bis 15 Jahre steigen, um rund zehn Prozent.
  • Die Kosten für Solarenergie haben sich seit 2017 halbiert, für Windenergie sind sie um ein Drittel gesunken. Auch die Batteriekosten haben sich in den letzten vier Jahren nahezu halbiert.
  • Bereits heute sind knapp zwei Drittel der neu installierten erneuerbaren Kapazitäten preiswerter als die fossilen Alternativen.
  • Die Stromnachfrage wird sich bis 2050 voraussichtlich verdreifachen, da viele Sektoren elektrifiziert werden.
  • Trotz steigenden Weltwirtschaftswachstums und eines deutlichen Bevölkerungsanstiegs bis 2050 wird sich der weltweite Energieverbrauch nur um 15 Prozent erhöhen - was vor allem auf Fortschritte bei der Energieeffizienz zurückgeht.
  • Aber: Trotz der allgemeinen Beschleunigung der Energiewende reicht das Tempo immer noch nicht aus, um das laut Pariser Klimaabkommen angestrebte 1,5°C-Ziel zu erreichen. Je nach Szenario prognostiziert McKinsey eine globale Erwärmung bis 2100 von 1,7 bis 2,4°C.

 

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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