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Habeck will Plug-in-Hybride nur noch bis Jahresende fördern

Habeck will Plug-in-Hybride nur noch bis Jahresende fördern

19.04.2022 | Energienachrichten

Die Kaufprämie für Plug-in-Hybride könnte schneller enden als ursprünglich von der Regierungskoalition vereinbart. Nach dem Willen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck soll der staatliche Zuschuss bereits Ende 2022 auslaufen.

Vorzeitiges Förderaus für Hybride

Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP ist zwar eine Reform der Förderung vorgesehen: Dort heißt es, die Kaufprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride solle ab 2023 an den Klimaschutzeffekt der Fahrzeuge gekoppelt sein - der über den elektrischen Fahranteil und die Mindestreichweite definiert werde. Von einem Aus der Zuschüsse für Hybride ist im Koalitionsvertrag jedoch nicht die Rede.

Wirtschaftsminister Habeck sagte gegenüber der Funke-Mediengruppe, die künftige Förderung von E-Autos müsse stärker auf Klimaschutz ausgerichtet werden und sich zudem an den Gegebenheiten des Marktes orientieren: "Plug-in-Hybride sind unserer Meinung nach marktgängig und brauchen keine öffentliche Förderung mehr."

Kaufprämie für E-Autos sinkt ab 2023

Auch für rein batterieelektrische Fahrzeuge soll es nach den Plänen der Bundesregierung künftig weniger Geld geben. Noch bis Jahresende gilt der im Zuge des Corona-Konjunkturpakets erhöhte Staatszuschuss, der die Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro für E-Autos und bis zu 6.750 Euro für Plug-in-Hybride summiert.

Der jetzige Staatsanteil der Kaufprämie für Elektroautos liegt bei 6.000 Euro. 2023 soll er 4.000 Euro sinken, 2024 und 2025 sollen es noch 3.000 Euro sein. Aufgestockt wird die Prämie bislang durch Zuschüsse der Autoindustrie.

Kritik von der Autoindustrie, Lob von Umweltschützern

Heftige Kritik an Habecks Plänen kommt aus der Automobilbranche. Die Ladeinfrastruktur für reine E-Autos sei noch immer vollkommen unzureichend ausgebaut. Deshalb seien Plug-in-Hybride eine notwendige Brückentechnologie, die der gegenwärtigen Alltagsrealität der Nutzer entsprächen.

Umweltschützer befürworten den Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums hingegen. Hybride stehen im Ruf, vorrangig über ihren Verbrennungsmotor betrieben zu werden, und gelten deshalb als teure und zu Unrecht geförderte Klimasünder. "Es ist überfällig, die ökologisch und wirtschaftlich widersinnige Förderung von Plug-in-Hybriden zu beenden", heißt es von Seiten der Umweltorganisation Greenpeace. Der ökologische Verkehrsclub Deutschland urteilt: "Analysen zeigen, dass die Fahrzeuge mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektromotor überwiegend nicht elektrisch gefahren werden."

-> alle Informationen zur Kaufprämie für E-Autos

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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