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Lade-Monopole treiben Strompreise für Elektroautos in die Höhe

13.10.2021 | Energienachrichten

Die zunehmende Monopolbildung beim Angebot an Ladesäulen treibt die Strompreise für Elektroautos in die Höhe. Das geht aus dem neuen "Ladesäulencheck 2021" des Hamburger Ökostrom-Pioniers LichtBlick hervor.

Ladestrom ist teurer als Haushaltsstrom

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: An Ladesäulen in Deutschland ist der Strom derzeit um bis zu 140 Prozent teurer als im Haushalt. Zudem verlangen die jeweiligen Ladesäulenbetreiber von konkurrierenden Stromanbietern Preisaufschläge zwischen 25 und 300 Prozent.

LichtBlick legt den jährlichen Ladesäulencheck seit 2017 vor. In die Analyse sind Recherchen des Datendienstleisters Statista zu 13 großen Ladesäulenbetreibern und zwei Roaminganbietern sowie zusätzliche Marktdaten von LichtBlick eingeflossen.

Bei den aktuell untersuchten Ladesäulenbetreibern fallen für eine Reichweite von 100 Kilometern Kosten zwischen 4,77 Euro und 6,68 Euro (AC-Laden) bzw. 4,77 Euro und 10,77 Euro (DC-Laden) an. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Haushaltsstrom kostet laut LichtBlick 4,48 Euro.

"Preistreiberei und systematische Diskriminierung"

Ralph Kampwirth, Unternehmenssprecher von LichtBlick, kommentiert: "Die Daten dokumentieren einen klaren Fall von Marktversagen. Regionale Monopole behindern die Verkehrswende. Die Strompreise (...) sind oft intransparent und überhöht. Noch drastischer fallen die Aufschläge für konkurrierende Fahrstrom-Anbieter (...) aus. Die willkürliche Preistreiberei der Ladesäulenbetreiber gegenüber Wettbewerbern verstößt gegen das Kartellrecht. Die Situation erinnert an die ersten Jahre im liberalisierten Strommarkt, als Stadtwerke und Konzerne neue Anbieter systematisch diskriminiert haben."

Einen Fortschritt gegenüber früheren Untersuchungen hat LichtBlick dennoch festgestellt: Mittlerweile rechnen alle Betreiber per Kilowattstunde ab - Zeittarife gibt es nicht mehr. Allerdings sei der Zugang zu den Ladesäulen weiterhin nicht verbraucherfreundlich und im Hinblick auf die anfallenden Kosten meist intransparent.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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