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Prognose: Heizkosten für Haushalte steigen um 13 Prozent

01.10.2021 | Energienachrichten

Verbraucher in Deutschland müssen im anstehenden Herbst und Winter mit stark steigenden Heizkosten rechnen. Das geht aus der aktuellen Studie "Heizspiegel" hervor. Demnach kommen auf Durchschnittshaushalte Mehrkosten von 13 Prozent bzw. 90 Euro zu.

Verbraucher müssen mit 90 Euro Mehrkosten rechnen

Als Hauptgründe für den zu erwartenden Heizkostenanstieg nennen die Analysten steigende Energiepreise, die kühlere Witterung und die CO2-Bepreisung fossiler Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl.

Die Preise für Öl und Gas verzeichneten 2020 und 2021 starke Schwankungen. Insbesondere Heizöl hat sich nach dem Preistief des Vorjahres aktuell drastisch verteuert - von minus 27 Prozent in 2020 zu voraussichtlich plus 44 Prozent in 2021.

Zudem hatte das vergleichsweise milde Wetter 2020 zu niedrigeren Heizkosten geführt. Der Mehrverbrauch privater Haushalte durch die Corona-Pandemie fiel der Studie zufolge dagegen nur wenig ins Gewicht.

Auch der seit diesem Jahr geltende CO2-Preis zeigt Wirkung: Um Anreize für den Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien zu setzen, hat die Bundesregierung klimaschädliche Brennstoffe gezielt verteuert. Das führt zu Mehrkosten für Privathaushalte, die bislang noch nicht adäquat kompensiert werden.

"Langfristiges Planen mit Heizöl und Erdgas wird immer schwieriger"

"Seit diesem Jahr fällt fürs Heizen ein CO2-Preis an. Der steigt von Jahr zu Jahr. Dadurch werden vor allem Heizöl und Erdgas immer teurer", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, die den Heizspiegel veröffentlicht. "Dazu kommen starke Preisschwankungen. Langfristiges Planen mit Heizöl und Erdgas wird so immer schwieriger - neben dem Klimaschutz ein Grund mehr, jetzt auch bei der Heizung den Umstieg auf erneuerbare Energien zu prüfen."

Heizkostenvergleich 2020 - 2021

Der Heizspiegel beruht auf über 123.000 Datensätzen aus Wohngebäuden in ganz Deutschland. Als Vergleichswert wird eine Wohnung in einem typischen Mehrfamilienhaus mit 70 Quadratmetern Wohnfläche und Erdgas-Zentralheizung angesetzt. Für solch einen Durchschnittshaushalt haben sich die Heizkosten in diesem und dem letzten Jahr folgendermaßen entwickelt:

  • Erdgas: 2020 -5% / 2021 +13%
  • Heizöl: 2020 -27% / 2021 +44%
  • Fernwärme: 2020 -2% / 2021 +9%
  • Wärmepumpe: 2020 -1% / 2021 +7%
  • Holzpellets: 2020 -6% / 2021 +3%

 

-> Unser Tipp: Mit einem Anbieterwechsel lassen sich Ihre Heizkosten unter Umständen deutlich senken. Machen Sie den Kostencheck mit unserem Tarifrechner.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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