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Nach der Bundestagswahl: Energiebranche fordert ambitionierte Klimapolitik

28.09.2021 | Energienachrichten

Nach der Bundestagswahl und vor dem Hintergrund anstehender Koalitionsverhandlungen fordern die Spitzen der deutschen Energiewirtschaft von der künftigen Bundesregierung, die Herausforderungen der Klima- und Energiepolitik zügig und ambitioniert anzugehen.

E.ON: Energiewende als Wachstumsmotor begreifen

Leonhard Birnbaum, CEO von E.ON, Deutschlands größtem Energiekonzern, wünscht sich im Hinblick auf die baldigen Koalitionsverhandlungen "eine moderne Klima- und Wirtschaftspolitik". Im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) empfiehlt er den Parteien, die Energiepolitik selbst als Wachstumstreiber zu begreifen. "Denn wir haben uns in Deutschland mit der Klimaneutralität für 2045 nicht nur ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt, sondern können mit der Energiewende auch ein enormes Konjunkturprogramm anstoßen." Auf dem Weg zur Klimaneutralität werde die künftige Koalition "daran gemessen werden, ob unsere Energieversorgung gleichzeitig sicher, bezahlbar und sauber ist", so Birnbaum.

RWE: Weichen für eine klimaneutrale Industrie stellen

Auch RWE-CEO Markus Krebber ruft die künftige Regierung im WAZ-Interview zu mehr Tempo sowohl beim Ausbau erneuerbarer Energien als auch der Stromnetze auf. "Vor uns liegt ein Jahrzehnt der großen Veränderung. Wir brauchen Tempo, um die Weichen für eine klimaneutrale Industrie zu stellen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Digitalisierung massiv voranzutreiben. Dafür braucht es eine geschlossene kraftvolle Regierung, die jetzt handelt."

BDEW: Energiepreise senken, Verbraucher entlasten

Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), legt den Fokus auf die zu hohen Energiepreise in Deutschland: "Eine neue Bundesregierung muss den Weg frei machen für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und den Aus- und Umbau der Energienetze. Zugleich wird sie sich mit dem Thema Energiepreise beschäftigen müssen. Die Umlage zur Förderung des Erneuerbaren-Ausbaus muss in der neuen Legislaturperiode auf null Cent gesenkt werden. Das entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher und macht zugleich grünen Strom in den Bereichen Verkehr und Wärme wettbewerbsfähiger."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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