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Kommt der Kohleausstieg doch vor 2038?

20.08.2021 | Energienachrichten

Der Ausstieg Deutschlands aus der Kohleverstromung soll sich eigentlich bis zum Jahr 2038 hinziehen. Das Bundeswirtschaftsministerium hält nach aktuellen Meldungen aber wohl auch ein vorzeitiges Kohleaus für möglich.

Kohleausstieg liegt vor dem Zeitplan

Die Deutsche Presse-Agentur und die Rheinische Post zitieren ein Schreiben des Ministeriums, demzufolge der Kohleausstieg Deutschlands schneller voranschreite als geplant. In der Folge halte man ein Ende der Kohleverstromung inzwischen auch vor dem beschlossenen Ausstiegsdatum 2038 für möglich.

Wörtlich heißt es im vorliegenden Papier: "Durch die guten Erfolge der Ausschreibungen für Steinkohle und zusätzliche marktgetriebene Stilllegungen wird das Ziel für 2022, die Steinkohleanlagen und Braunkohlekleinanlagen auf 15 Gigawatt zu reduzieren, voraussichtlich sogar übererfüllt werden." Auch aufgrund der gestiegenen Preise beim EU-Emissionshandel könne sich "ein Ausstieg auch früher vollziehen", so das Ministerium.

Union und SPD gegen Kohleaus bis 2030

Auf einen Kohleausstieg bis 2030, wie ihn neben zahlreichen Umweltverbänden auch die Grünen fordern, wollte sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf dpa-Nachfrage allerdings nicht festlegen. Auch Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte sich vor wenigen Tagen gegen ein Kohleaus bis Ende des Jahrzehnts ausgesprochen und dafür scharfe Kritik vom möglichen künftigen Koalitionspartner, den Grünen, geerntet.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Kohlekraftwerk

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