Donnerstag, 17. Juni 2021

Strompreise in Deutschland - Was kostet Strom?

Empfehlungen

TÜV geprüftes Vergleichsportal,
Wechselservice & Tarifaufpasser

» » » Statistisches Bundesamt zur Entwicklung der Strom- und Gaspreise in Deutschland

Statistisches Bundesamt zur Entwicklung der Strom- und Gaspreise in Deutschland

06.04.2021 | Energienachrichten

Wie das Statistische Bundesamt aktuell meldet, sind die Strompreise in Deutschland im zweiten Halbjahr 2020 leicht gesunken. Grund war die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung des Bundes. Den steigenden Trend beim Gaspreis konnte die Steuerentlastung hingegen nicht ausgleichen.

Mehrwertsteuersenkung lässt Strompreise kurzzeitig sinken

Privathaushalte in Deutschland zahlten in der zweiten Jahreshälfte 2020 laut Statistik durchschnittlich 31,16 Cent pro Kilowattstunde Strom - ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Erdgas kostete die Verbraucher im Schnitt 6,12 Cent pro Kilowattstunde, was eine Preiserhöhung von 2,2 Prozent bedeutet.

Langzeittrend: Rekord-Strompreise in 2020 und 2021

Aber: Im Vorjahresvergleich stiegen die Strompreise in der zweiten Jahreshälfte 2020 für Haushaltskunden im Durchschnitt um 4,1 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteuer hätten die Stromkosten sogar um 6,8 Prozent über dem Niveau von 2019 gelegen.

Zudem zeigt der Strompreistrend 2021 bereits nach dem ersten Quartal wieder deutlich nach oben. Die tagesaktuellen Analysen für unser Dashboard Strompreise zeigen: Im bundesweiten Schnitt zahlt ein Privathaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden derzeit 34,7 Cent pro Kilowattstunde beim örtlichen Grundversorger.

Strompreis hängt vom Verbrauch ab

Wie das Statistische Bundesamt ebenfalls berechnet hat, zahlen Verbraucher in Deutschland abhängig von ihrem Jahresverbrauch sehr unterschiedliche Strompreise: So zahlten besonders sparsame Stromkunden mit einem Verbrauch von unter 1.000 Kilowattstunden zuletzt durchschnittlich 44,2 Cent. Kunden ab einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden, der eher in den gewerblichen Bereich fällt, zahlten hingegen nur 25,23 Cent pro Kilowattstunde.

Diese Entwicklung spiegelt einen seit Jahren zu beobachtenden Trend bei Stromtarifen wider: Weil sich bei Preiserhöhungen vor allem die verbrauchsunabhängige Grundgebühr verteuert, zahlen sparsame Haushalte im direkten Vergleich mehr für Strom als verbrauchsintensive Kunden.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Energiekosten

Ähnliche Energienachrichten