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CO2-Emissionen der Energiewirtschaft sinken weiter

21.12.2020 | Energienachrichten

Die CO2-Emissionen der deutschen Energiewirtschaft liegen 2020 bei 217 Millionen Tonnen und sind damit um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Vergleich zu 1990 beträgt die Minderung inzwischen rund 53 Prozent. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Stromverbrauch Corona-bedingt gesunken

Der besonders starke Rückgang der CO2-Emissionen in diesem Jahr ist zu einem wesentlichen Teil auf die Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Konjunktureinbruch zurückzuführen. Bedingt durch die Lockdown-Maßnahmen ist der Stromverbrauch im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,4 Prozent gesunken, teilt der BDEW mit.

Strommix: Mehr Erneuerbare, weniger Kohle

Weitere Faktoren für die Emissionsminderung waren die auch in diesem Jahr gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der gleichzeitige Rückgang der Kohleverstromung. Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft lieferten 2020 4,2 Prozent mehr Strom als im Vorjahr, so dass die Erneuerbaren inzwischen bei einem Anteil von über 46 Prozent am Bruttostromverbrauch Deutschlands liegen. Demgegenüber sank die Stromerzeugung aus Steinkohle im Jahresverlauf um mehr als ein Viertel, die aus Braunkohle um knapp ein Fünftel.

Fortschreiten der Energiewende gefährdet

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, kommentiert: "In den vergangenen zehn Jahren haben wir einen regelrechten Siegeszug der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung erlebt. Insbesondere die Windenergie an Land ist und bleibt der Packesel der Energiewende. Jetzt droht der weitere Ausbau jedoch ins Stocken zu geraten: Durch das Förderende werden immer mehr Anlagen vom Netz gehen. Zudem werden inzwischen zwei von drei Windrädern beklagt."

Es sei vor diesem Hintergrund umso bedauerlicher, dass die Bundesregierung die Chance nicht genutzt habe, im Zuge der vor wenigen Tagen beschlossenen EEG-Novelle verbesserte Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen, so Andreae. Die Novelle enthalte zwar einige positive Ansätze, werde aber insgesamt nicht ausreichen, um der Energiewende den notwendigen Anschub zu verleihen.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Kohlekraftwerk Emissionen

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