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Solaranlage: Was tun, wenn die Förderung endet?

16.12.2020 | Energienachrichten

Im kommenden Jahr fällt die erste Generation von Photovoltaikanlagen in Deutschland aus der staatlichen Förderung. Dann endet für Betreiber, deren Anlagen 20 Jahre alt sind, die erhöhte Einspeisevergütung. Für die Solarstromerzeuger der ersten Stunde bedeutet das: von 50 Cent pro Kilowattstunde auf nahezu Null. Lohnt sich der Weiterbetrieb dennoch? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um ältere Solarstromanlagen geben die Verbraucherzentralen der Bundesländer.

Wer ist vom Ende der Förderung betroffen?

Im privaten Bereich wurden Photovoltaikanlagen ab 2000 in größerem Umfang in Betrieb genommen. Aus diesem Jahr datieren auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die darin verankerte Einspeisevergütung für Solarstrom. Laut EEG ist die Einspeisevergütung für Betreiber von Photovoltaikanlagen auf 20 Jahre befristet. Wurde die Anlage also im Jahr 2000 oder früher installiert, endet die Einspeisevergütung zum 31.12.2020. Dementsprechend fallen in den kommenden Jahren nach und nach weitere Anlagen aus der EEG-Förderung.

Lässt sich selbst erzeugter Solarstrom weiterhin verkaufen?

Bislang ist die sogenannte "Direktvermarktung" die einzige gesetzlich vorgesehene Möglichkeit der Einspeisung aus Altanlagen. Für kleine PV-Anlagen ist sie jedoch oftmals nicht wirtschaftlich. Als Alternative gibt es erste Angebote von Energieversorgern, den Strom gegen Vergütung abzunehmen, wenn zugleich ein Stromliefervertrag mit dem Anbieter abgeschlossen wird. Das kann komfortabel sein, bedeutet aber auch eine feste Bindung an den Versorger und seine Tarife.

Lohnt sich der Eigenverbrauch aus Altanlagen?

Den Strom vom eigenen Dach selbst zu verbrauchen, ist heutzutage prinzipiell die wirtschaftlichste Lösung. Allerdings kann die Umrüstung von Altanlagen, die auf Volleinspeisung ausgerichtet waren, hin zum Eigenverbrauch aufwendig und kostspielig sein. Letztlich muss im Einzelfall geprüft werden, was sich rechnet. Ein Check durch den Fachbetrieb kostet etwa 250 bis 300 Euro. Fällt das Ergebnis nicht gut aus, kann auch eine neue, auf Eigenverbrauch ausgelegte Anlage eine Alternative sein. Für diese fließt übrigens wieder 20 Jahre lang EEG-Vergütung - allerdings mit derzeit nur noch rund 9 Cent pro Kilowattstunde.

Wie lässt sich Solarstrom am wirtschaftlichsten nutzen?

Für Betreiber von Photovoltaikanlagen gilt heute: Je höher der Eigenverbrauch, desto besser. Denn damit sinken die Stromkosten. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde spart bei den aktuell hohen Strompreisen für Privathaushalte um die 30 Cent. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch in etwa verdoppeln. Ebenfalls gut genutzt ist selbst erzeugter Solarstrom als "Sprit" fürs E-Auto. Per häuslicher Ladestation lassen sich Überschüsse aus der Photovoltaikanlage wirtschaftlich verbrauchen.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Photovoltaik Anlage

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