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Bundesnetzagentur: Stromanbieterwechsel bringt deutliche Ersparnis

12.11.2020 | Energienachrichten

Millionen Verbraucher in Deutschland bezahlen jedes Jahr deutlich zu viel für Strom, weil sie ihre teuren Grundversorgungstarife nicht kündigen. Das zeigen aktuelle Berechnungen der Bundesnetzagentur für den jährlichen Monitoringbericht der Behörde.

Stromkunden in der Grundversorgung zahlen zu viel

Für Haushaltsstrom in der Grundversorgung hat die Bundesnetzagentur zum Stichtag 1. April 2020 einen Durchschnittspreis von 33,8 Cent pro Kilowattstunde ermittelt. Mehr als ein Drittel der Privathaushalte bezog im vergangenen Jahr noch Strom über solch einen teuren Grundversorgungstarif.

Bereits durch einen anderen Vertrag (Sondertarif) beim örtlichen Stromversorger lasse sich eine deutliche Einsparung erzielen, sagen die Experten der Netzagentur. Das größte Sparpotenzial ergebe sich allerdings durch den Wechsel zu einem alternativen Stromanbieter mit günstigen Preisen. Die vielfach gewährten Neukundenboni würden die Ersparnis beim Anbieterwechsel nochmals deutlich erhöhen.

Unsere Strompreis-Analysen in mehr als 6.300 Städten Deutschlands (Stand: September 2020) zeigen: Wer von der Grundversorgung in einen günstigen Tarif mit fairen Konditionen wechselt, spart bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh im Schnitt über 400 Euro an jährlichen Stromkosten.

Preiskluft zwischen Grundversorgung und alternativen Stromtarifen

Der Abstand zwischen Grundversorgungs- und Alternativtarifen ist nach Zahlen der Bundesnetzagentur in den vergangenen Jahren klar angewachsen. Waren die Tarife der Stromgrundversorgung 2010 im Schnitt noch gut vier Prozent teurer als die günstigsten Alternativangebote, so hat sich die Preiskluft inzwischen auf rund acht Prozent verdoppelt.

Verbraucherschützer kritisieren die Preisgestaltung der Stromversorger: "Viele Grundversorgungstarife sind preislich überhöht", sagt Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zum Jahreswechsel gebe es beim Strom "in zahlreichen Netzgebieten Spielräume für Preissenkungen", weil die Beschaffungskosten der Versorger gesunken seien und die EEG-Umlage im kommenden Jahr niedriger ausfalle.

 

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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