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Heizung im Neubau: Wärmepumpen auf dem Vormarsch

07.10.2020 | Energienachrichten

Erdgas ist weiterhin der meistgenutzte Heizenergieträger in Deutschland. Rund die Hälfte aller Wohnimmobilien in der Bundesrepublik wird mit Gas beheizt, wie eine aktuelle Auswertung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt.

Gebäudebestand: Erdgas und Heizöl führend

Sowohl im Gebäudebestand als auch bei Neubauten ist Gas nach BDEW-Angaben der führende Wärmelieferant. In gut einem Viertel der Wohnimmobilien kommt demnach Heizöl zum Einsatz. Fernwärme, die ebenfalls zu fast 40 Prozent durch Erdgas bereitgestellt wird, folgt auf Platz drei mit 14 Prozent. Andere Heizarten, darunter Stromheizungen und Wärmepumpen, machen zusammen rund 11 Prozent aus.

Neubau: Gas und Wärmepumpen fast gleich auf

Anders sieht es im Wohnungsneubau aus: Zwar liegen auch hier Gasheizungen mit einem Anteil von 37 Prozent auf Platz eins. Am zweitbeliebtesten sind jedoch Elektro-Wärmepumpen mit einer Quote von 30 Prozent. Während gut jede vierte neue Wohnung mit einem Fernwärme-Zugang ausgestattet ist, spielen Ölheizungen im Neubau inzwischen keine Rolle mehr. Hintergrund dieser Entwicklung ist neben der staatlichen Förderung emissionsarmer Heizsysteme auch die gesetzliche Vorgabe zur Nutzung erneuerbarer Energien in Neubauten, die häufig durch klimafreundliche Wärmepumpen umgesetzt wird.

Umstieg von Öl auf Gas bringt Klimaeffekt

"Die Zahlen zeigen, dass Gasheizungen ein großes Vertrauen in der Bevölkerung genießen. Und das zu Recht: Gerade im städtischen Bestand, der sich oft nur mit hohem Aufwand beispielsweise auf Wärmepumpen umrüsten lässt, kann Gas als Energieträger sein Potential zur schnellen Treibhausgasminderung ausspielen, wenn damit Ölheizungen ersetzt werden", sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Durch den Tausch alter Ölheizungen gegen moderne Heizsysteme auf Basis von Gas oder Fernwärme würden sich in Deutschland bis zu 14 Millionen Tonnen CO2 einsparen lassen, so Andreae. "Zudem lassen sich schon heute moderne Gasheizungen ohne technische Umstellung auch anteilig oder zu hundert Prozent mit grünen Gasen, wie Biomethan, betreiben. So können Hausbesitzer einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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