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Verbesserte Förderung bringt Boom bei Solarheizungen

12.08.2020 | Energienachrichten

Die in diesem Jahr deutlich verbesserten Förderkonditionen für Solarwärmeanlagen zeigen Wirkung: Im ersten Halbjahr 2020 sind über 200 Prozent mehr Förderanträge gestellt worden als im Vorjahreszeitraum. Diese Zahl hat das für die Förderung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aktuell veröffentlicht.

Solarthermieanlagen: Zuschüsse von bis zu 45 Prozent

Zwischen Januar und Juni 2020 wurden knapp 27.000 Anträge auf Förderung einer Solarthermieanlage gestellt, die zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung in Haushalten per Solarenergie dient. Im ersten Halbjahr 2019 waren es lediglich 8.700 Förderanträge.

Solarheizungen werden seit Anfang des Jahres im Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" mit bis zu 35 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst - beim Austausch einer Ölheizung beläuft sich der Fördersatz sogar auf bis zu 45 Prozent. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) nutzen bereits 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland klimafreundliche Solarwärmeanlagen.

Keine "Corona-Delle" in der Solarwirtschaft

Die Solarbranche befindet sich im Aufschwung: Der vom Branchenverband BSW vierteljährlich erhobene Geschäftsklimaindex ist aktuell auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren geklettert. "Statt einer Corona-Delle erleben wir eine Investitionswelle. Die verstärkte Klimadebatte der letzten Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die im kommenden Jahr erwartete Einführung eines jährlich steigenden CO2-Preises auf fossile Brennstoffe zeigen Wirkung", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. 

Hintergrundinformationen: Heizen mit erneuerbaren Energien

Bei der Beheizung von Neubauten ist der Einsatz erneuerbarer Energien seit einigen Jahren Pflicht. Bei der Installation einer Solarwärmeanlage in Bestandsgebäuden, die zuvor mit Öl oder Gas beheizt wurden, werden bis zu 45 Prozent der Investitionskosten vom Staat bezuschusst. Anträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entgegen.

Alternativ zum Zuschuss kann eine steuerliche Förderung in Anspruch genommen werden. Die Erstattung beläuft sich auf 20 Prozent der Investitionssumme - ohne einen vorherigen Antrag oder eine Energieberatung. Der beauftragte Fachbetrieb stellt eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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