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Stromerzeugung in Europa: Erneuerbare überholen fossile Energien

27.07.2020 | Energienachrichten

Im ersten Halbjahr 2020 war der Anteil erneuerbarer Energien auf dem europäischen Strommarkt erstmals größer als der fossiler Energieträger wie Kohle und Gas. Diese Statistik liefert der britische Energiewende-Think-Tank Ember.

EU-weit 40 Prozent Ökostrom

Laut Ember kamen die erneuerbaren Energien in der ersten Jahreshälfte 2020 auf einen Anteil von 40 Prozent am Strommix der Europäischen Union. Demgegenüber summierten sich die fossilen Quellen auf 34 Prozent.

Wie die Auswertung zeigt, legten die regenerativen Energien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent zu. Allein Photovoltaik und Windkraft kamen in den EU-Ländern somit auf einen gemeinsamen Anteil von 21 Prozent an der Stromerzeugung. Die höchsten Ökostrom-Quoten verzeichneten Dänemark (64 Prozent), Irland (49 Prozent) und Deutschland (42 Prozent).

Corona und Klima begünstigen Trend

Die Veränderungen im Strommix sind allerdings nicht allein auf den europaweiten Zubau klimafreundlicher Erzeugungsanlagen zurückzuführen. Auch der erhebliche Nachfragerückgang vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sowie die außerordentlich sonnen- und windreiche erste Jahreshälfte begünstigsten die Entwicklung.

Die Netze hätten der steigenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien gut standgehalten, lautet die Zwischenbilanz der Experten von Ember. Allerdings würden die häufigen negativen Strompreise zeigen, dass die bestehende Unflexibilität von Angebot und Nachfrage behoben werden müsse.

Erneuerbare Energien nehmen Schlüsselrolle ein

Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), kommentiert: "Diese Situation zeigt zugleich, dass erneuerbare Energien die Schlüsselrolle am Strommarkt einnehmen können, wenn man sie lässt. Eine zukunftsfähige Energieversorgung braucht jetzt einen konsequenten Zubau an erneuerbaren Energien und weitere Maßnahmen, um die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr miteinander zu koppeln und die nationalen Stromnetze intelligent zu verknüpfen. Die Potenziale sind vorhanden und die Technologien stehen wettbewerbsfähig bereit."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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