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Ungenutztes Potenzial: Deutschlands Metropolen im Solar-Check

19.06.2020 | Energienachrichten

Das Solarkraft-Potenzial in Deutschland ist enorm - vor allem wenn es um die Nutzung von Dachflächen auf Neubauten geht. Der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick hat vor diesem Hintergrund einen Solar-Check unter den 14 größten Städten der Bundesrepublik vorgenommen und untersucht, inwieweit die Metropolen ihr Photovoltaik-Potenzial schon heute ausschöpfen.

Solares Städteranking

Im Solar-Check von LichtBlick zeigen sich große Unterschiede: Während die Städte Nürnberg, Hannover und Leipzig fast die Hälfte ihres Potenzials nutzen, kommen München, Düsseldorf und Schlusslicht Hamburg nicht einmal an die Zehn-Prozent-Marke heran. Auch die Bundeshauptstadt Berlin hat in Sachen Solarenergie noch viel Luft nach oben. Für die Analyse wurden die neu gebauten Dachflächen ins Verhältnis zu den neu installierten Photovoltaikanlagen in den jeweiligen Städten im Jahr 2018 (aktuellste Zahlen) gesetzt. Das Städteranking im Überblick:

  1. Nürnberg - 49,1%
  2. Hannover - 46,8%
  3. Leipzig - 44,7%
  4. Stuttgart - 38,2%
  5. Köln - 35,6%
  6. Frankfurt - 33,4%
  7. Essen - 27,7%
  8. Dresden - 22,2%
  9. Dortmund - 16,3%
  10. Bremen - 15,8%
  11. Berlin - 12,0%
  12. München - 9,4%
  13. Düsseldorf - 8,2%
  14. Hamburg - 7,2%

 

Solarpotenzial für zehntausende Haushalte

In einem weiteren Schritt hat LichtBlick das solare Potenzial der Metropolen auf den musterhaften Stromverbrauch deutscher Haushalte umgerechnet. Dabei zeigt sich: Würde München seine Möglichkeiten voll ausschöpfen, hätten allein mit den im Jahr 2018 neu nutzbaren Solarflächen über 10.000 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden können. In Hamburg wären es rund 11.500 Haushalte gewesen, in Berlin 16.200.

Mit Blick auf das ungenutzte Solarpotenzial in Deutschlands Millionenstädten sagt Ralph Kampwirth, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation bei LichtBlick: "Wir müssen die Energiewende endlich auch in die Großstädte bringen - und das geht am besten mit Solarstrom vom Dach. Diskussionen über Abstandsregelungen bei Windkraft oder die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für PV-Anlagen zeigen, dass die Verantwortung nicht nur bei der Landbevölkerung liegen sollte."

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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