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Strompreis 2020 in der Grundversorgung um sechs Prozent gestiegen

09.06.2020 | Energienachrichten

Eine aktuelle Marktanalyse zeigt: Haushalte in Deutschland müssen im Jahr 2020 durchschnittlich knapp sechs Prozent mehr für Strom in der Grundversorgung zahlen. Zwischen teuren Grundversorgungstarifen und günstigeren Alternativangeboten zeigen sich jedoch erhebliche Preisunterschiede.

Stromrechnung für Musterhaushalte um 57 Euro gestiegen

Die Grundversorgungstarife für Strom haben sich im laufenden Jahr um durchschnittlich 5,9 Prozent verteuert. So lautet das Ergebnis einer neuen Studie des auf energiewirtschaftliche Daten spezialisierten Dienstleisters enet. Demnach belaufen sich die jährlichen Stromkosten für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden nach derzeitigem Stand auf rund 1.025 Euro - das sind 57 Euro mehr als im Vorjahr.

Ansteigender Trend bei Strompreiserhöhungen

Laut Analyse fielen die Strompreiserhöhungen in diesem Jahr bislang umso stärker aus, je später sie vorgenommen wurden: Zu Jahresbeginn habe die Steigerung im Mittel noch bei 5,3 Prozent gelegen, zum 1. Mai seien die Preiserhöhungen bereits auf bis zu 13,3 Prozent angewachsen. Eine Verteuerung der Grundversorgungstarife habe in etwa drei Viertel der bundesweiten Netzgebiete stattgefunden.

Prognose: Strompreis sinkt kurz- bis mittelfristig

In der zweiten Jahreshälfte 2020 sollte der Strompreis aufgrund der im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets angekündigten Mehrwertsteuersenkung bereits kurzfristig leicht sinken. Von Juli bis Dezember wird der Steuersatz von 19 auf 16 Prozent reduziert. Zudem hat die Bundesregierung angekündigt, die EEG-Umlage 2021 und 2022 senken zu wollen und die Förderung erneuerbarer Energien vom Strompreis auf den Bundeshaushalt zu verlagern.

Erhebliche Preisunterschiede - Stromanbieterwechsel bringt hohe Ersparnis

Die Studie zeigt: Zwischen den einzelnen Stromversorgern tun erhebliche Preisunterschiede auf. Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegt laut Marktanalyse bei enormen 48,7 Prozent. Generell, so lautet das Fazit der enet-Experten, seien Grundversorgungstarife teurer als alternative Angebote, sogenannte Sondertarife.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur bezieht noch gut ein Viertel der Verbraucher in Deutschland Strom über die teure Grundversorgung. Durch einen Stromanbieterwechsel könnten diese Kunden mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Noch günstiger und bequemer lässt sich die Stromversorgung durch regelmäßige, automatisierte Wechsel gestalten.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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