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Spitzenreiter: Wärmepumpe ist führende Heiztechnik im Neubau

03.06.2020 | Energienachrichten

Wie aktuelle Branchenzahlen zeigen, ist der Anteil der Wärmepumpen in deutschen Haushalten im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Damit bleibt die Wärmepumpe, wie bereits in 2017 und 2018, die beliebteste Heiztechnik in Neubauten.

Wärmepumpe überflügelt Gasheizung

Die Zubaustatistik 2019 des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) besagt: 45,9 Prozent und damit fast die Hälfte der neuen Wohngebäude in Deutschland sind mit Wärmepumpen ausgestattet worden - ein erneutes Plus gegenüber den bereits starken zwei Vorjahren. Zum Vergleich: Der Anteil neuer Erdgasheizungen - immerhin die mit Abstand etablierteste Wärmetechnik in Deutschland - ist im Neubau-Sektor 2019 von 41 auf 38,7 Prozent gesunken.

In absoluten Zahlen ist der Absatz von Wärmepumpen 2019 gegenüber dem Vorjahr um über 23 Prozent gestiegen. Ein Wachstum, das sich nicht allein mit einem Anstieg der Baugenehmigungen erklären lässt. Tatsächlich scheint sich die klimafreundliche Heiztechnik auf Basis von Umweltwärme immer mehr gegen fossile Energieträger wie Öl und Gas durchsetzen zu können.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich laut BWP-Statistik Systeme, die Luft oder Wasser als Wärmelieferant nutzen. Bei Erdwärmepumpen ist der Trend hingegen rückläufig.

Förderanreize zeigen Wirkung

"Es ist erfreulich und wichtig, dass sich der Trend im Neubau kontinuierlich in Richtung erneuerbarer Heizungssysteme entwickelt. Eine große Rolle spielen dabei die staatlichen Anreizprogramme für energieeffizientes Bauen", sagt BWP-Geschäftsführer Martin Sabel. Die neuen Förderrichtlinien für die Heizungsmodernisierung mit Zuschüssen von bis zu 22.500 Euro beim Austausch einer Ölheizung würden einen willkommenen Anreiz für Investitionen in deutschen Heizungskellern bieten.

Problematisches Preisgefälle: Teurer Strom, billige Brennstoffe

Als akutes Hemmnis für den weiteren Zubau an Wärmepumpen, der auch im Hinblick auf die Klimaziele der Bundesregierung von entscheidender Bedeutung ist, bewertet der Branchenverband das aktuelle Preisgefälle in Deutschland zwischen teurem Strom und billigem Öl und Gas. Diese Diskrepanz mache Heiztechnologien auf Basis klimaschädlicher Brennstoffe gegenüber der umweltfreundlichen und effizienten Wärmepumpe vermeintlich attraktiver. Potenzielle Modernisierer könne dies unter Umständen abschrecken.

Martin Sabel: "Die deutliche Senkung des Strompreises muss fester Bestandteil des geplanten nachhaltigen Konjunkturprogramms gegen die Corona-Rezession sein. Ein niedriger Strompreis ist sozial ausgewogen, weil einkommensschwache Haushalte besonders unter hohen Stromkosten leiden. Die Kaufkraft wird so gestärkt und gleichzeitig wird die notwendige Sektorenkopplung zur Erreichung der Klimaziele gefördert."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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