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Strompreise in Ost- und Westdeutschland gleichen sich an

26.05.2020 | Energienachrichten

Die Strompreise in den alten und neuen Bundesländern haben sich nahezu angeglichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox. Mussten Haushalte in Ostdeutschland in den vergangenen Jahrzehnten grundsätzlich und zum Teil deutlich mehr für Strom bezahlen als Verbraucher im Westen, haben sie aktuell sogar einen minimalen Preisvorteil. Ursache ist die von der Bundesregierung vorgenommene Anpassung der Netzentgelte.

Preisgefälle zwischen Ost und West passé

Laut Verivox-Preisanalyse zahlt ein ostdeutscher Musterhaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden derzeit knapp 1.190 Euro. Die jährlichen Stromkosten für einen Vergleichshaushalt im Westen liegen momentan bei knapp über 1.200 Euro. Damit scheint das traditionelle Preisgefälle zu Ungunsten der Verbraucher in Ostdeutschland nun passé.

Angleichung der Netzentgelte zeigt Wirkung

Strom war für Haushalte im Osten lange Zeit teurer, weil der starke Zubau erneuerbarer Energien, der intensivere Netzausbau sowie die geringere Bevölkerungsdichte zu hohen regionalen Netzkosten führten. Diese wurden über die im Strompreis enthaltenen Netzentgelte auf die Haushalte umgelegt.

Der Beschluss der Bundesregierung, die Übertragungsnetzentgelte schrittweise anzugleichen, um so die Kosten der Energiewende gerechter zu verteilen, zeigt inzwischen Wirkung. In den vergangenen drei Jahren ist die Ost-West-Differenz bei den Netzgebühren von 24 auf inzwischen nur noch 5 Prozent gesunken. Die Stromanbieter in den neuen Bundesländern haben den preislichen Spielraum offenbar genutzt, um ihren Kunden günstigere Tarifangebote zu machen.

Preistrend: Im Westen wird Strom teurer als im Osten

Insgesamt ist Strom in Deutschland im Verlauf der letzten 12 Monate laut Verivox erneut teurer geworden - im bundesweiten Schnitt um 1,4 Prozent. Allerdings zeigen sich in Ost (- 0,2 Prozent) und West (+ 1,7 Prozent) sehr unterschiedliche Preistrends. Während Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg besonders stark von sinkenden Kosten profitieren, verzeichnen das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die größten Strompreisanstiege.

Für Haushalte in ganz Deutschland gilt jedoch nach wie vor: Das Sparpotenzial durch einen Stromanbieterwechsel ist enorm hoch. Verbraucher können durch einen Wechsel aus der teuren Grundversorgung zu einem günstigen Anbieter mehrere Hundert Euro an jährlichen Stromkosten einsparen. Besonders lukrativ sind regelmäßige Stromanbieterwechsel - bequem und kostenlos per Wechselservice.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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