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Günstige Stromtarife für Anwohner von Windkraftanlagen?

14.05.2020 | Energienachrichten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat vergünstigte Stromtarife für Anwohner von Windkraftanlagen ins Spiel gebracht, um die Akzeptanz für neue Anlagen zu erhöhen. Zudem sollen betroffene Kommunen künftig von einer Abgabe seitens der Betreiber profitieren.

20.000 Euro für Windkraft-Kommunen

Eine der größten Hürden für den nahezu zum Stillstand gekommenen Ausbau der Windkraft in Deutschland ist der Widerstand von Anwohnern. Gegenüber anderen erneuerbaren Erzeugungsformen, insbesondere der Solarenergie, werden Windkraftanlagen von weiten Teilen der Bevölkerung deutlich kritischer bewertet. Entsprechend gering ist die Akzeptanz von Anwohnern für neue Vorhaben. Um dem entgegenzuwirken, will die Bundesregierung Anreize schaffen. Unter anderem sollen Kommunen, in denen neue Windkraftanlagen entstehen, seitens der Betreiber eine verpflichtende und nicht zweckgebundene jährliche Zahlung erhalten. Diese soll bei mindestens 0,2 Cent pro Kilowattstunde liegen und sich damit, je nach Standort und Stromertrag, auf rund 20.000 Euro pro Jahr und Kommune summieren.

Bürgerstromtarife für Anwohner

Damit auch die Bürger direkt von der benachbarten Windenergie profitieren, schlägt Bundeswirtschaftsminister Altmaier vergünstigten Strom für Anwohner vor. Solche Bürgerstromtarife könnten entweder von den Anlagenbetreibern selbst angeboten oder über Ökostromanbieter bzw. örtliche Stadtwerke vermarktet werden. Laut Idee soll der Bürgerstrom um mindestens zehn Prozent günstiger sein als der örtliche Grundversorgungstarif. Haushalte könnten auf diese Weise zwischen 100 und 200 Euro im Jahr sparen.

Aber: Während die Abgabe an Kommunen bereits im letztjährigen Klimapaket der Bundesregierung als verpflichtende Maßnahme beschlossen wurde, wird die Vergünstigung örtlicher Stromtarife wohl nur eine optionale Empfehlung an die Anlagenbetreiber bleiben. Zudem bietet ein zehnprozentiger Preisvorteil gegenüber der Grundversorgung, die zu den teuersten Stromtarifarten zählt, möglicherweise nicht genügend Anreiz. Denn durch einen Wechsel vom Grundversorger zu einem günstigen Alternativanbieter können Stromkunden ohnehin mehrere Hundert Euro im Jahr sparen - das gilt inzwischen auch für klimafreundliche Ökostromtarife.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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