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Corona wird zum Problem für Solarparks

19.03.2020 | Energienachrichten

Infolge der sich dramatisch entwickelnden Corona-Krise drohen inzwischen auch der Solarenergie in Deutschland Negativfolgen. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) aktuell warnt, komme es bei der Planung und Fertigstellung von Solarparks bereits jetzt zu Verzögerungen aufgrund von Liefer- und Personalengpässen. Der Branchenverband erhofft sich von der Bundesregierung bürokratische Lockerungen.

Engpässe verzögern PV-Projekte

Große Photovoltaikprojekte drohen laut BSW ihre Förderfähigkeit zu verlieren, da sie die gesetzlichen Fristen zur Fertigstellung nicht mehr einhalten können. Längere Lieferzeiten für Solarkomponenten sowie wegbrechendes Personal im Handwerk und bei Bauämtern seien die Ursache. Daher appelliert die Branche nun an die Bundesregierung, die Realisierungsfristen für Solarparks zu verlängern und Strafzahlungen bei Verzögerungen nur in Ausnahmefällen zu verhängen.

"Umstände höherer Gewalt"

"Derartige Umstände höherer Gewalt dürfen nicht dazu führen, dass wertvolle Klimaschutzprojekte platzen und Projektierer in ihrer Existenz bedroht werden. Wir hoffen, dass der Gesetzgeber hier schnell für Abhilfe sorgen wird", so BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Er betont, dass das Investoreninteresse an der Photovoltaik trotz der allgemeinen Krisenlage ungebrochen hoch sei. Die PV-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur seien mehrfach überzeichnet, ein Negativtrend zeichne sich auch für die Zukunft nicht ab.

Solardeckel lösen, Konjunktur beleben

Der BSW sowie zahlreiche Energieexperten und wissenschaftliche Institute hatten die Bundesregierung wiederholt aufgefordert, die noch immer bestehende Deckelung des Solarausbaus zu lösen. Auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sei dies "ein willkommener Konjunkturmotor für Mittelstand und Handwerk - im zweistelligen Milliardenbereich allein in den kommenden drei Jahren", sagt Carsten Körnig.

Bei höchsten Akzeptanzwerten in der Bevölkerung und äußerst niedrigen Stromerzeugungskosten gebe es keinen Grund mehr, den PV-Ausbau weiterhin zu deckeln. NIcht zuletzt weil andernfalls eine Stromerzeugungslücke infolge des Atom- und Kohleausstiegs drohe.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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