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Entlastungen beim Strompreis: Verbraucherschützer fordern konkrete Maßnahmen

16.03.2020 | Energienachrichten

Vor dem Hintergrund des nahenden CO2-Preises auf klimaschädliche Brennstoffe und des schrittweisen Kohleausstiegs Deutschlands hat die Bundesregierung mittelfristige Strompreissenkungen für Privathaushalte in Aussicht gestellt, um die Verbraucher nicht im Übermaß zu belasten. Kritikern sind die bisherigen Ankündigungen jedoch zu vage, sie fordern konkrete Maßnahmen.

Deutsche Verbraucher zahlen die höchsten Strompreise in Europa

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), äußerte am vergangenen Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Schon heute zahlen private und gewerbliche Verbraucher die höchsten Strompreise in Europa." Die Bundesregierung müsse die von der Kohlekommission empfohlene Minderung des Strompreises in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro jährlich so umzusetzen, dass die Entlastung auch sicher bei den Verbrauchern ankomme.

Kohleausstieg erfordert Strompreissenkungen

Ähnliche Stimmen wurden zuletzt auch in der Politik laut. So sperren sich derzeit die vom Kohleaus besonders betroffenen Bundesländer gegen den bisherigen Entwurf der Regierungskoalition zum Kohleausstiegsgesetz. Die vorgelegten Pläne seien, auch im Hinblick auf notwendige Entlastungen beim Strompreis, "leider vage", kritisiert unter anderem Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Dies sei nicht vertrauensbildend.

EEG-Umlage und Stromsteuer stehen zur Debatte

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte in der vergangenen Woche Korrekturen beim Energiekonzept auf Bundesebene gefordert und in diesem Zuge auf die Notwendigkeit sinkender Strompreise hingewiesen - auch und vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise: "Bei den Sorgen, die unsere Wirtschaft derzeit hat, wirken die hohen Energie- und Strompreise wie Gift", so Söder gegenüber der dpa. "Wir müssen uns daher überlegen, wie wir eine kurzfristige Entlastung bei den Energiepreisen erreichen. Dazu ist auf Dauer unerlässlich, die EEG-Umlage grundlegend und radikal zu senken und auch über die Stromsteuer nachzudenken."

Fakten zum Strompreis in Deutschland

  • Der Strompreis in Deutschland hat 2020 ein neues Allzeithoch erreicht.
  • Privathaushalte in Deutschland zahlen europaweit die höchsten Strompreise.
  • Die staatlichen Kostenanteile am Strompreis liegen bei über 50 Prozent.
  • Die EEG-Umlage macht etwa ein Fünftel des Strompreises aus, die Netzentgelte rund ein Viertel und die Stromsteuer knapp sieben Prozent.
  • Die Bundesregierung hat angekündigt, einen Großteil der künftigen Zusatzeinnahmen aus der CO2-Bepreisung für die Senkung der EEG-Umlage nutzen zu wollen.

 

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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