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Strom aus Photovoltaik ist günstig wie nie

09.03.2020 | Energienachrichten

Die erste Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Projekte im Jahr 2020 brachte gleich einen neuen Rekord: Der niedrigste Zuschlagswert war mit 3,55 Cent pro Kilowattstunde so gering wie nie zuvor. Große Solarstromanlagen können in Deutschland inzwischen zu extrem günstigen Kosten realisiert können, die kaum noch der staatlichen Förderung bedürfen, sagt der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne).

Solarstrom braucht kaum noch Förderung

Der bne hat kalkuliert, in welcher Höhe solche Anlagen überhaupt noch gefördert werden müssen, wenn sie in Betrieb sind. Dafür wurden die Photovoltaik-Marktwerte aus den vergangenen zwei Jahren herangezogen und mit dem aktuell niedrigsten Zuschlagswert von 3,55 Cent pro Kilowattstunde verglichen. Das Ergebnis: Eine solch günstige Anlage hätte 2019 in sechs Monaten und 2018 sogar in neun Monaten keine staatiche Marktprämie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen müssen.

Freiflächen-Photovoltaik: "Günstigste Stromerzeugungsform in Deutschland"

Robert Busch, Geschäftsführer des bne, sagt: "Solarstrom aus Freiflächenanlagen ist die günstigste Stromerzeugungsform in Deutschland geworden. Dies gilt selbst für die relativ kleinen Anlagen, die über Ausschreibungen laufen. Große PPA-Anlagen kommen inzwischen sogar ohne EEG-Marktprämie aus. Mit weiter fallenden Erzeugungskosten gelingt ein fließender Übergang von der Förderung in den Markt. Dies gelingt umso schneller je höher die CO2-Preise und damit auch die Marktwerte für Solarstrom sind."

Stromkunden profitieren von günstiger Solarenergie

Der bne rät der Bundesregierung, künftig auch größere Photovoltaikanlagen an Ausschreibungen teilnehmen zu lassen, als dies bislang möglich ist. Die niedrigeren Zuschlagswerte kämen letztendlich auch den Stromkunden zugute - in Form geringerer staatlicher Belastungen und damit sinkender Strompreise. Darüber hinaus sei wünschenswert, wenn die Kommunen in Zukunft direkt von den PV-Anlagen in ihrer Region profitieren könnten.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de


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