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Tipp: Solaranlagen-Check im Frühjahr

05.03.2020 | Energienachrichten

Solaranlagen auf Hausdächern können in Herbst und Winter durch Witterungs- und Umwelteinflüsse beschädigt bzw. verschmutzt und damit in ihrer Leistung beeinträchtigt werden. Betreiber sollten deshalb im Frühjahr einen Solaranlagen-Check in Auftrag geben. So lassen sich Stromertrag und Eigenverbrauch maximieren, rät das Informationsprogramm Zukunft Altbau. In diesem Zuge kann sich auch eine Inspektion des Stromspeichers lohnen.

Herbst und Winter - sensible Zeit für PV-Anlagen

Nur ein Fünftel der jährlichen Stromausbeute einer Solaranlage entfällt auf die Monate Oktober bis März. Gerade in der kalten Jahreszeit entstehen jedoch die meisten Schäden an Auf-Dach-Modulen. Die Ursachen sind Niederschläge, Vereisungen sowie Verunreinigungen durch Vögel und herabfallendes Laub.

Schritt 1: Stromerträge kontrollieren

Ob die Anlage unbeschadet durch den Winter gekommen ist, können Betreiber zunächst selbst prüfen - das gilt sowohl für Photovoltaik- als auch Solarthermieanlagen. Auch bei Batteriespeichern lässt sich nachvollziehen, ob die Speicherung von Solarstrom einwandfrei funktioniert. Dazu dienen digitale Kontrollsysteme, durch die Nutzer per Smartphone oder PC Zugriff auf die Ertragsdaten von Anlage und Speicher erhalten. So lassen sich die aktuellen Erträge mit den Werten des Vorjahres oder mit Durchschnittskennzahlen vergleichen. Starke Abweichungen sind ein Indiz für Defekte.

Schritt 2: Experten-Check

Neben der digitalen Überwachung empfehlen Fachleute eine jährliche Sichtprüfung von Solaranlage und Speicher. Diese können die Eigentümer prinzipiell selbst vornehmen. Aber: Nicht alle Schäden sind durch ungeschulte Augen sichtbar. Eine genaue Überprüfung nehmen Fachhandwerker vor. Sie kontrollieren PV-Anlage und Speicher inklusive Montagesystem, Wechselrichter, Verglasung, Verkabelung und aller Anschlüsse. Solch ein Experten-Check ist alle zwei bis drei Jahre sinnvoll, bei Stromspeichern alle drei bis vier Jahre.

Übrigens: Die Kosten für den Frühjahrscheck lassen sich steuerlich absetzen. Und mit einem Wartungsvertrag kann eine regelmäßige und automatische Überprüfung durch einen Fachbetrieb vereinbart werden.

Solaranlagen-Check: Alle Infos auf einen Blick

  • Photovoltaikanlage: Ein Vergleich der Frühjahrswerte mit den Erträgen aus dem Vorjahr zeigt, ob die Anlage noch mit der gleichen Leistung arbeitet. Weichen die Werte deutlich ab, ist eine Inspektion erforderlich.
  • Solarthermieanlage: Mit einer manuellen Prüfung der Leitungen oder einem Wärmemengenzähler lässt sich testen, ob die Anlage einwandfrei arbeitet.
  • Stromspeicher: Solarstromspeicher gelten als wartungsarm. Experten empfehlen einen Check alle drei bis vier Jahre oder bei Auffälligkeiten im Leistungsvergleich.
  • Generell gilt: Genaue Prüfungen, Reinigungen und Reparaturen erfolgen durch Fachbetriebe. Die Kosten sind steuerlich absetzbar.

 

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

Solardach

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