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Bundesregierung erwartet steigende Strompreise durch Kohleausstieg

30.01.2020 | Energienachrichten

Die Bundesregierung rechnet mit steigenden Strompreisen im Zuge des Kohleausstiegs. Das geht aus dem Entwurf für das Kohleausstiegsgesetz von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hervor, den das Bundeskabinett am gestrigen Mittwoch beschlossen hat.

Kohleboni verteuern Strompreise für Verbraucher

Grund für die erwartete Preissteigerung ist eine geplante Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG), die sich voraussichtlich auf die Höhe der entsprechenden Umlage auswirken wird. Betreiber von Kohlekraftwerken sollen demnach einen zusätzlichen finanziellen Anreiz erhalten, ihre Anlagen auf moderne Gas-Heiz-Technik umzustellen. Dafür sind Fördermittel in Milliardenhöhe eingeplant, die über Steigerungen der KWK-Umlage finanziert werden sollen. Die Umlagenerhöhung wird dann über den Strompreis an die Privathaushalte und Gewerbetreibenden in Deutschland weitergegeben.

Zudem erwartet die Bundesregierung infolge des Kohleausstiegs eine Erhöhung des Börsenstrompreises in Deutschland. Gleichzeitig wird jedoch von preisdämpfenden Effekten durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ausgegangen.

Kabinett beschließt Kohleausstiegsgesetz

Das gestern vom Bundeskabinett beschlossene Kohleausstiegsgesetz sieht vor, dass die Kapazitäten an Stein- und Braunkohle bis 2022 auf je 15 Gigawatt sinken. Bis 2030 sollen es noch acht Gigawatt Steinkohle und neun Gigawatt Braunkohle sein. Bis spätestens 2038 soll die Kohleverstromung in Deutschland komplett beendet werden, ein möglicher Ausstieg bis 2035 wird zuvor geprüft.

Strompreise schon jetzt auf Rekordhoch

Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa und sind aktuell so hoch wie nie zuvor. Eine Kilowattstunde Strom kostet Privathaushalte im Jahr 2020 mehr als 30 Cent. Obwohl vor allem die staatlichen Preisbestandteile massive Kostentreiber sind, können Verbraucher durch den Wechsel ihres Stromanbieters noch immer erheblich sparen - bei einem Wechsel vom Grundversorger zu einem günstigen alternativen Anbieter in der Regel sogar mehrere Hundert Euro im Jahr.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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